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 Reisebericht "Ein Tag in Rumänien" von Pfarrer Gerald Gump

 

In der Woche vom 7. Mai 2000 fuhr wiedereinmal eine kleine Gruppe unserer Pfarre nach Rumänien, um das "Schwechat-Haus Sf. Ioan" in Bukarest zu beliefern und besuchen. Im Folgenden möchte ich einen Tag (Donnerstag, 11. Mai) herausgreifen und meine Eindrücke dieses Tages aus ganz persönlicher Sicht schildern.


 
In der Früh ging's in "unser" Haus Sfintul Ioan. Das Haus wurde 1992 als Heim für Straßenkinder gegründet. Ab März 1994 war Maria Fohringer, eine Pensionistin aus unserer Pfarre, dort ein Jahr als Betreuerin tätig. Auf ihre Initiative wurden die wesentlichen Finanzbereiche des Hauses, als es 1996 in Turbulenzen geriet, durch das hierfür gegründete "Rumänien-Team der Pfarre Schwechat - Maria Fohringer" finanziell übernommen. Die rechtliche Trägerschaft hat die Caritas Bukarest inne - vertraglich ist festgelegt, dass die wesentlichen Grundentscheidungen in Übereinstimmung zwischen pfarrlichem Rumänien-Team und Caritas getroffen werden.

Als neuestes Projekt wurde (mit kräftiger Finanzunterstützung von Schwechat) eine Wohnung gekauft, die den Übergang vom Heim ins "Normalleben" darstellen soll. Für Juni ist das Einziehen zweier Jugendlicher geplant. Robert, einer davon, hat ziemlich Angst davor, diesen Schritt zu setzen. Finanziell wird's nicht leicht - Silivo, der 2. junge Mann hat Arbeit gefunden: Monatsgehalt umgerechnet 500,- ÖS (bei einem Preisniveau, das schätzungsweise etwa ¼ - 1/3 unter dem Österreichischen liegt). Als Einstiegshilfe für dieses Projekt werden voraussichtlich im Juni 3 Betreuer des Hauses nach Schwechat kommen, um verschiedene, vergleichbare Sozialeinrichtungen Österreichs zu besuchen. Für nächstes Jahr haben wir Grundlinien eines (wie schon vor Jahren einmal stattgefundenen) gemeinsamen Ferienlagers von Jugendlichen aus Sfintul Ioan und Schwechater Jugendlichen gelegt.

Mit Alexandru, dem Direktor der Caritas Bukarest, besuchen wir verschiedene Einrichtungen der Caritas. Wir beginnen in einem Kindergarten. Dort werden 15 Kinder mit Down-Syndrom gemeinsam mit "Normal-Kindern" betreut. Das hohe Niveau der pädagogischen (oftmals: Einzel-)Arbeit erstaunt dort. Über jedes Kind ist ein täglich fortgesetztes Begleitheft angelegt - jeder Lernschritt und jede Maßnahme wird genauestens (für jedes Kind extra) dokumentiert. Ich denke an das, was ich in manch vergleichbarem Bereich in Österreich schon erlebt habe - Hut ab vor diesem Haus. Angeschlossen ist eine Werkstätte für vom Down-Syndrom betroffene Erwachsene: für Männer eine Wachsgießerei und eine Schneiderei für Frauen.

Ein weiterer Kindergarten folgt: 25 Kinder werden dort betreut. Das Haus liegt in einem der vielen armen Bereiche Bukarests - die Eltern zahlen nach Einkommen (falls überhaupt vorhanden) sozial gestaffelte Beiträge (oft nur in symbolischer Höhe). Wie selbstverständlich wird Englisch gesprochen. Nach einigen Gesängen für uns (ein Lied wurde eigens auf deutsch für uns einstudiert) und obligatorisch angebotener Jause erzählt die Leiterin, dass aus Bildungsgründen an die 2 Stunden pro Tag Englisch "Verkehrssprache" ist - wie selbstverständlich lernen die Kleinen, was im späteren Leben für sie ein unbezahlbares Gut  werden wird.

Eine Apotheke für Arme ist nächstes Ziel. Zu nach Einkommen gestaffelten Sozialpreisen werden durch 2 Apothekerinnen, eine Ärztin und viele Freiwillige somit erschwingliche Medikamente verkauft. Die Angestellten erzählen von der großen Not vieler durch sie Betreuter, die unerläßlichen Gratislieferungen aus dem Ausland, wie aber auch vom tief in den Knochen sitzenden Mißtrauen vieler ihrer Kunden.

Besonders beeindruckend ist für mich die folgende Station: eine Armenküche. Dort bereiten Mitarbeiter der Caritas täglich 150 Mahlzeiten: Die Hälfte wird dort ausgegeben, die andere an bettlägrige und alte Bukarester zugestellt. Nach ähnlichen Prinzipien arbeitet die angeschlossene Wäscherei: Nachdem sich die meisten Bewohner dieses Distrikts weder Waschmaschine noch Pulver selbst leisten können, wird für sie gewaschen und gebügelt, wie auch an Bettlägrige etc. zugestellt - ein eigenes Depot hält Ersatzwäsche bereit, weil beispielsweise eine 2. Bettzeuggarnitur selten ist. Alexandru erzählt, dass etwa 300 Familien von diesen Unternehmungen profitieren. Die Einrichtung ist  - wie in fast allen privaten und öffentlichen Räumen, die ich in Rumänien gesehen habe - karg und für mich wenig geschmackvoll. Kabel hängen kreuz und quer - Glühlampen zumeist frei; Diesbezügliches Ästhetik scheint keine Bedeutung zu haben. Was kaputt ist, bleibt kaputt. Im Schwechat-Haus wird bei einer defekten Dachrinne halt einfach auf das Team aus Österreich gewartet - und bis dahin geht eben das Wasser über und zerstört nach und nach den Putz...

Zurück zur Armenküche: Das ganze Unternehmen erinnert an den Vorabend, wo wir in der Vorstadtpfarre "Bucaresti Noi" zu Gast waren. Martin, der Pfarrer, erzählte uns vom pfarrlichen Projekt der dortigen Armenküche (ebenso teilweise auch mit Wohnungszustellung), wie auch von seinen eigenen Unternehmungen: Etwas 50 Kranken-Besuche sind sein Monatspensum - schamvoll denke ich daran, dass ich froh wäre, bei mir zu Hause die gleiche Anzahl im Jahr zu schaffen... Jedoch - Martin betont: Ohne die Hilfe aus dem Ausland wäre diese Arbeit völlig unmöglich. Er erzählte von intensiver Katechese-Arbeit (katholischer Religi-onsunterricht ist schulisch nicht vorhanden), von großer Zukunftsangst vieler, von der großen Abwanderung junger Leute aus Rumänien - mir ist dies bei der hier erlebten Perspektivelosigkeit gut nachvollziehbar. Maria erzählt von ihrem Rumänien-Jahr und der bedrückenden "Kinderlosigkeit" - kaum jemand kann sich Nachwuchs wirklich leisten (Kinderbeihilfe: 50,- ÖS / Monat). Und wenn ein Kind "passiert" (Verhütungsmittel sind kaum vorhanden) - die Abtreibungsquote (oft mit primitivsten und gefährlichsten Mitteln) ist horrend. Ein anderer Pfarrer, Michael im Norden von Bukarest, wird am darauffolgenden Tag das Bild eines ähnlichen Pessimismus vieler zeichnen. Im November stehen Wahlen an: Viele befürchten, dass Illiescu, ein ehemaliger Ceausescu-Gefolgsmann, wieder an die Macht kommt - er verweist regelmäßig im Wahlkampf darauf, dass zu "seinen" Zeiten zumindest genug zum Essen da war... Jedoch - so meint Michael - wären die politischen Alternativen eine ähnliche Katastrophe. Pfarrer Martin berichtet weiters von guter Zusammenarbeit mit der Orthodoxen Kirche (was in Rumänien nicht die Regel ist) bis hin zu gemeinsamen Gottesdiensten.

Im gleichen, oben erwähnten Haus ist auch das Caritas-Büro für die Organisation von Kinder-Patenschaften aus Italien untergebracht: Die Caritas-Leute vermitteln Paten für mehrere 1000 Familien: sie suchen Interessenten, dokumentieren Leben und Bedürftigkeit, begleiten das Projekt und sorgen für genaue und widmungsgemäße Abrechnung - keiner bekommt (ohne zumindest die Begleitung durch einen "Sozial-Assistenten") direkt höhere Geldsummen in die Hand.

Es dauert einige Zeit, bis ich die verschiedensten Eindrücke verarbeiten kann. Auf der einen Seite das tiefe Elend - demgegenüber teilweise ausgesprochen gute Projekte der Caritas. Teilweise wirkliche Hoffnungszeichen - andererseits die immer wieder vor Augen geführte (und erzählte) Perspektivelosigkeit vieler Rumänen, Zukunftsangst, wie auch Trostlosigkeit.

Laufend fahren wir über katastrophale Verkehrswege durch desolate Häuserreihen. Auf einer Landstraße steht ein Schild "Bodenwelle" - es müßte eigentlich nach dem Grenzbalken unter dem Nationalzeichen hängen. Schlaglöcher sind oft viele cm tief und lang, Pflastersteine fehlen oder liegen neben einem Loch. Dass die Straßenbahn nicht öfters entgleißt, grenzt an ein Wunder. Die an sich oft wunderbare Bausubstanz der Häuser scheint durch Jahrzehnte völlig verkommen. Immer wieder sieht man Menschen, die den Müll durchwühlen - dieser wird übrigens seit einigen Jahren sogar schon abtransportiert, davor wurde er einfach verbrannt (wie teilweise noch heute).

Am Abend führt mich Maria zu einer ihrer früheren Wirkungsstätten - zum Bahnhof. Der Eintritt (!) in den Bahnhof kostet 2000 Lei - damit ist dieser für Straßenkinder unerschwinglich. Sie erzählt im Durchgehen von einem vielleicht 6jährigen Buben, den sie hier fast nackt fotografierte - sein einziger Besitz war ein Leiberl. Sie führt mich zu dem Ort, wo früher die von ihr mitbetreute Sozialstation war: Damals wurden dort täglich etwa 150 Straßenkinder mit Essen versorgt - in 3 Schichten konnten sie dort sogar schlafen. Oftmalige Besuche ausländischer Medien haben offensichtlich viel Unwohlsein der Behörden mit diesen Zuständen erzeugt - die Sozialstation wurde gesperrt und jetzt befindet sich geschmackvollerweise in den gleichen Räumlichkeiten ein Fast-Food-Restaurant.

Eine ähnliche Art, mit Problemen umzugehen, erlebe ich im Garten vor dem Bahnhof. In dortiger Umgebung waren die Straßenkinder "zu Hause". Als Schlafstelle - insbesonders im Winter oder bei Regen - dienten unterirdische Kanäle, wo die Kinder auf den Morast (an "günstigen" Plätzen sogar auf höher verlegte Rohre) Kartons auflegten - hier wurde geschlafen. Als wir es heute besichtigen wollen, stehen wir vor harten Grenzen: Die Eingänge wurden zugemauert. Auch ein Weg, mit Problemen umzugehen: Aus dem Blick - aus dem Sinn (da die Anzahl der Straßenkinder ja keinesfalls weniger geworden ist). Darüber prangt schon jetzt ein Transparent für die November-Wahl: "Geld und Ordnung für Bukarest".

Maria erzählt von einem internationalen Wirtschaftskongreß im Jahr 1994. "Outfit" ist alles - sicherheitshalber wurden für einige Tage alle Straßenkinder in "staatliche Obhut" übernommen und damit aus dem Straßenbild entfernt. Der Aufbewahrungsort: Gefängnis Bukarest - Entlassung mit Ende des Kongresses.

Einige Kinder lagern oder schlafen in Bahnhofsumgebung. Maria erzählt mir von einem besonderen, "unterirdischem" Bahnh7oferlebnis ihrer damaligen Zeit: Mitten im Winter wollte ihr ein Kind sein "Heim" zeigen: In die Bahnhofskeller hinuntergeklettert ging's durch einen dunklen Raum, der offensichtlich halb Bukarest als Bedürfnisanstalt diente - selbstverständlich ohne Licht. Im hintersten Winkel kauerten 6 Kinder, zitternd vor Kälte und völlig ausgehungert - hier "zu Hause".

Verschiedenen Kindern, denen wir heute begegnen, ist Maria immer noch vertraut - so manche kennt sie mit Namen. Wir begegnen Mia - Maria ist geschockt. Zwischen den sehr verwirrt wirkenden Aussagen atmet sie wie viele andere Kinder hier immer wieder in ein Sackerl ein und aus. Maria erzählt mir später, dass dies ein mit Aurolack getränktes Plastik war - das Einatmen der Dämpfe stillt Hungergefühl für eine gewisse Zeit und macht high; seit Jahren sind aber auch die medizinischen Wirkungen eindeutig gesichert: Es zersetzt Hirn und Nieren. Nachträglich wird mir das betrunken wirkende Verhalten verstehbar. Im Weggehen erzählt mir Maria die "Geschichte" des vor einigen Jahren ausgesprochen hübschen Mädchens (heute sieht sie aufgedunsen, krank und kaputt aus): Mit 12 Jahren ist sie zum ersten Mal Mutter geworden - ob das Kind aus Vergewaltigung oder Prostitution stammt, ist nicht klar, wobei dort beides oft nicht sehr weit auseinanderliegt. Sie fand Aufnahme in einer Wohngemeinschaft - die Kleine kam in ein Kinderheim. Lange hielt sie's dort nicht aus und "übersiedelte" wieder auf die Straße. Als das Kind 1 - 2 Jahre alt war, holte sie das aus dem Heim und lebte fortan mit Kind wieder im Rinnsal. Bald darauf stand das Gerücht, dass ein 2. Kind da wäre. Kurzzeitig tauchte plötzlich sogar ein angeblicher "Vater" auf - die Hoffnung auf Auszahlung von Kinderbeihilfe (50,- ÖS, was derzeit dem Gegenwert von etwa 4 kg Brot entspricht) ist der von Maria vermutete Grund - die "Vaterschaft" blieb von denkbar kurzer Dauer. Auf die Frage, wo die Kinder denn seien, antwortet Mia zuerst nicht, dann ist so etwas wie "Waisenhaus" zu vernehmen - Marias Vermutungen gehen aus leidgeprüfter Erfahrung eher in die Richtung, dass beide nicht mehr am Leben sind.

Kurz vor unserem Haus angelangt kommt uns Ionuts, eines unserer Haus-Kinder entgegen. Später erfahre ich von seiner Geschichte: Sein Vater war schwerster Alkoholiker - die Mutter schwerkrank im Spital - gute (und nicht unübliche) Voraussetzungen für den Weg ins Straßenleben. Als der Bub etwa 5jährig im Haus Aufnahme fand, konnte er nicht mit Besteck essen - bisher war er nur gewohnt, seine kärgliche, von Nachbarn bereitgestellte Nahrung aus einem Hunde-Napf zu schlecken.

Wir fahren in unser Quartier und kommen beim ehemaligen Palast von Ceausescu vorbei: Er ist nach dem washingtoner Weißen Haus das größte Haus der Welt (700 Räume, davon sind 200 fertiggestellt). Durch unterirdische Gänge ist er mit dem Palast seiner Frau verbunden - in diesen Gängen verkehrt ein Elektrobus. Viele Menschen sind beim Bau (u. a. aufgrund der Hunger-Ernährung) gestorben. Anstelle der jetzigen, auf den Palast zuführenden Prachtstraße war früher ein wunderschönes, altes Stadtviertel, das zu diesem Zweck geschliffen wurde. In den dort neu errichteten Häusern wurde die ihres eigentlichen Wohnsitzes beraubte und dorthin deportierte Landbevölkerung angesiedelt, ohne zu vergessen, in jedem Wohnblock mindestens einen Securitate-Mitarbeiter einzuschleusen. Hinter den prachtvollen Fassaden beginnen die "normalen" Wohnviertel: Blechhütten etc. Mir fallen die Westernstädte amerikanischer Filmstudios ein...

Zu Hause empfängt uns unsere Quartiergeberin Natalie. Sie ist pensionierte Lehrerin und freiwillige Mitarbeiterin in Sfintul Ioan, wo sie mit den Kindern lernt. Nebenbei geht sie noch unterrichten - die staatliche Pension allein reicht nicht aus. Am nächsten Tag wird mir Pfarrer Michael von seiner Kleinstatt erzählen, wo etwa 75 - 80 % der Bevölkerung arbeitslos sind - selbstverständlich ohne Arbeitslosenunterstützung oder dergleichen. Der monatliche Durchschnittslohn beträgt in dieser Stadt für Arbeitende in etwa 700,- ÖS. Maria erklärt mir, dass viele eben von Gelegenheitsarbeiten oder dem eigenen, kleinen Garten leben. Nicht selten kommt es in Rumänien vor, dass ganze Familien keineswegs jeden Tag zu Essen haben.

So wie jeden Tag empfängt uns Natalie auch heute mit wirklichen Festmählern - man könnte glauben, dass sie zu den finanziell besser Gestellten gehört. Dass sie daraufhin die nächsten Wochen noch sparsamer als sonst leben muß, fällt kaum auf. Und dennoch: Gastfreundschaft ist heilig - das Wenige wird geteilt und notfalls Anleihe in der Zukunft genommen. Als Max einmal zum Frühstück nichts ißt, gibt's schärfsten Protest und jedes Mal gibt sie zu verstehen, dass man ihr keine größere Freude machen kann, als genüßlich viel zu essen. Wenn man nicht die Hintergründe wüßte, wär's toll...

Hier erlebe ich eine ähnliche, persönliche Schwierigkeit, wie bei manchen der erwähnten Sozialstationen: Ich erlebe die oft große Armut - aber eine "Spende" geben fällt mir gar nicht leicht, ich komme mir sehr unbeholfen vor. Einerseits ernte ich beispielsweise von Natalie eine sofortige Ablehnung (es ist echte Gastfreundschaft), andererseits drängt sich mir das ungute Gefühl auf, als reicher, Geld um sich werfender Reicher erlebt zu werden, der halt gnädig nach schöner Berichterstattung oder gutem Essen einige Almosen hinwirft.

Voll mit widersprüchlichsten Eindrücken geht der Tag zu Ende - wir 4, die wir bei Natalie zu Gast sind, gehen bald schlafen und mich begleiten viele Bilder des Tages in den Schlaf. Wann Natalie selbst zu Bett gegangen ist, weiß ich nicht genau - nachdem beim besten Willen nur 3 ½ Betten in ihre dann völlig zugeräumte Wohnung passen, schläft sie selbst bei der Nachbarin.
 

Dieser Bericht ist eine wahrheitsgetreue Darstellung aus meinem ganz persönlichen Erleben. Der "Zweck" des Berichtes, ist einzig der, dass ich andere an diesen für mich sehr tiefgehenden Erfahrungen teilhaben lassen möchte. Eine Frage, die mich persönliche natürlich durch diese Tage sehr beschäftigt hat, ist die, was man gegen all dieses Unheil tun kann. In großen Dimensionen gedacht muß ich ehrlich sagen: Ich weiß es nicht, beispielsweise für die jetzt auf der Straße lebenden Kinder - ich meine jene, die nicht in ein dem unseren vergleichbares Haus aufgenommen wurden. Caritas-Direktor Alexandru sagte mir auf Befragen, dass derzeit auch seiten der Caritas kein Projekt läuft - sie tun eh (und wirklich) viel - alles ist nicht möglich.

Wenn - ohne dass dies Ziel dieser Zeilen ist - ein/e Lesende/r manche der oben erwähnten, anderen Einzelprojekte unterstützen will, hier 2 Konto-Nummern:

Schwechat-Haus "Sfintul Ioan" für ehemalige Straßenkinder: "Pfarre Schwechat, Rumänien - Maria Fohringer" - 3-00.002.626 bei Raiba (Blz 32823)

Caritas-Projekte - da Bankspesen für Auslandüberweisungen sehr hoch sind, hier unser Caritas-Konto, von dem wir versuchen werden, allfällige Einzahlungen zu Sonderkonditionen zu überweisen oder persönlich nach Bukarest zu bringen - ich bürge für die korrekte Weiterleitung an den Direktor der Caritas Bukarest, Alexandru Cobzaru
"Pfarre Schwechat - Caritas" - 056-05199 bei Die Erste (Blz 20111) - unbedingt mit "Verwendungszweck"

 
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