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Die Feier der Erstkommunion PDF Drucken

Übersicht:
     Beginn und Anmeldemöglichkeit
Erstkommunionsmodell nach Montessori
     1 Inhaltliches zu Kommunion und Eucharistie
     2 aus einem Familienblatt: Übersicht über den Vorbereitungskurs
     3 Impulse zum Nachdenken
     4 Artikel aus unserer Pfarrzeitung: "Erpressung?"
     5 Artikel aus unserer Pfarrzeitung: "Erstkommunion im 2.Schuljahr"
     6 Artikel aus unserer Pfarrzeitung: "Du mußt in die Kirche gehen"
     7 Link zu Stephanscom.at zur Eucharistie


Beginn und Anmeldemöglichkeit


Die Vorbereitung auf die Erstkommunion beginnt jeweils im Herbst (meistens Ende Oktober).
Anmeldemöglichkeit und weitere Informationen dazu gibt es im Pfarrbüro.

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1. Inhaltliches zu Kommunion und Eucharistie

Die Feier der Eucharistie (Messe) ist das zentrale Geschehen unserer Pfarrgemeinde. In ihr wird präsent, was Jesus gewirkt und verkündet hat, wir feiern sein Sterben und Auferstehen; all dies findet sich "verdichtet" im Letzten Abendmahl Jesu, das wir uns mit diesem Fest Sonntag für Sonntag vergegenwertigen.

Im Rahmen der Messe feiern wir "Kommunion" – es kommt vom lateinischen "communio" und bedeutet "Gemeinschaft", Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Zu dieser Gemeinschaft sind wir Menschen von Gott eingeladen – deshalb können wir "Eucharistie" (griechisch für "Danksagung") feiern.

Da "Kommunion" der Höhepunkt des Miteinanders ist, ist es sinnvoll, sich auf dieses Feiern gründlich vorzubereiten und einzustellen. Diesem Anliegen wurde zu allen Zeiten versucht, Rechnung zu tragen. Da heraus stammen verschiedenste, oft auch übertriebene Regeln in der Kirchengeschichte, in dieser Intention ist auch unsere Vorbereitung zu sehen.

Gott lädt uns ein – wir sind von ihm willkommen geheißen!

Üblicherweise gilt als Mindestalter für den ersten Empfang der Kommunion die 2. Schulstufe. Oft ist es sinnvoll, noch einige Jahre zu warten, insbesonders dann, wenn ein Kind aus seiner Lebens- und Familiengeschichte heraus wenig Berührung mit dem Miteinander von Gemeinde hatte und auch im Rahmen der Vorbereitung ein wirkliches Hineinwachsen nicht möglich wäre. Unsere Vorbereitungszeit beginnt normal etwa im Oktober und dauert bis zum großen Eucharistiefest, wo die Kinder zum ersten (von unzählig vielen) Mal zum Tisch Jesu treten dürfen. Dies ist im Regelfall im April / Mai.

Unsere Vorbereitungszeit besteht aus 3 Kursen:

Taufkurs

    -> gemeinsames Erspüren der Tauferfahrung
    -> Ich bin von Gott bedingungslos geliebt!

Vorbereitung auf das Fest der Erstbeichte

    -> Ich darf auch mit den Verwundungen und der Schuld meines Lebens vor ihn treten / mich von ihm sehen lassen.

Vorbereitung auf das Fest der Erstkommunion

    -> Wir feiern Kommunion – Gemeinschaft mit Gott und den Seinen

Näheres siehe unter "2 aus einem Familienblatt: Übersicht über den Vorbereitungskurs"

Anmeldemöglichkeit: ab sofort (bis ca. Mitte / Ende Oktober) im Pfarrbüro

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2. aus einem "Familienblatt":

Übersicht über den Vorbereitungskurs

 

Liebe Eltern!

Mit der Vorbereitung auf die Feste der Erstbeichte und der Erstkommunion beginnt für Ihr Kind und dementsprechend wohl auch für Sie als Mutter bzw. Vater eine wichtige Zeit. Es ist die Zeit, wo sich das Kind auf prägende Feste seines Lebens vorbereitet, die das ganze Leben lang in Erinnerung bleiben werden. Wirklich bedeutsam werden diese Feste allerdings dann, wenn es Feste der Begegnung mit dem Lebendigen Gott sind. Als Pfarre laden wir Sie ein, daß wir uns gemeinsam dazu auf den Weg machen.

Als Eltern sind Sie die wichtigsten Bezugspersonen Ihres Kindes und dement-sprechend auch in der religiösen Erziehung die wichtigsten Personen. Wir verstehen unseren Dienst in der Vorbereitung darin, einerseits mit Ihnen als Familie gemeinsam einiges zu erleben und zu feiern, Sie aber auch andererseits dabei zu unterstützen.

Der gemeinsame Weg auf die Feste hat 3 Grundsäulen: Familie - Pfarre - Erstbeicht- & Erstkommunionskurs:

 

1) Familie:

Wir meinen mit dem Wort "Familie" Ihr Kind und jene Personen, die ihm nahestehen. Dies werden üblicherweise Mutter und Vater, sowie Geschwister sein. Jedoch meint Familie ebenso Kind und alleinerziehende Mutter, Kind und verwitweten Vater mit 2. Frau oder Kind mit Adoptiveltern und Halbge-schwistern. Übrigens: Vielleicht eine schöne Möglichkeit, die Taufpatin / den Taufpaten des Kindes einmal (oder regelmäßig?) einzuladen und die angeführten Anregungen gemeinsam zu erleben.

Im Rahmen dieser Familie werden die wesentlichen und prägendsten menschlichen Erfahrungen gemacht, daher auch die religiösen Grunderfah-rungen. Als Vertiefung bzw. Ergänzung zu dem, was sowieso in Ihrer Familie schon geschieht, bieten wir wöchentliche "Familienblätter" an.

"Familiengespräch": Wir bitten Sie, 1 x / Woche mit Ihrer "Familie" (s. o.) zusammenzukommen, und das wöchentliche Familienblatt miteinander durchzugehen. Das kann nach dem gemeinsamen Mittagessen am Samstag, beim Kaffeetisch am Sonntag, unter der Woche nach dem Abendessen, bei einem gemeinsamen Spaziergang oder auch dann sein, wenn Sie Ihr Kind zu Bett bringen... Dabei ist weder Vollständigkeit des Programms, noch genaue Umsetzung der Vorschläge von Bedeutung. Wichtig ist, gemeinsam über die angeführten, "tieferen" Themen oder Lebensbereiche ins Gespräch zu kommen und so gemeinsame Erfahrungen zu vertiefen bzw. neu zu machen. Eine schöne Möglichkeit ist, eine (bestimmte) Kerze regelmäßig dazu anzuzünden - vielleicht könnte diese auch gemeinsam mit Blattwachs gestaltet werden.

Dabei ist eines wichtig: Es geht nicht um "zusätzlichen" Aufwand, sondern darum, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln. Eltern, die sich auf diesen Weg einlassen, machen oft die Erfahrung, daß sie etwas Wesentliches gewinnen, wenn sie sich mit ihrem Kind über Gott unterhalten. Solche Zeiten können das Familienleben von neuem stärken. Weder ist ein familiärer "Religions-unterricht" gemeint, noch ein trockenes Vermitteln von Inhalten - gemein-sames Erleben, Erfahren und Feiern ist angesagt. Wichtig ist, daß Sie mit Ihrem Kind sozusagen auch dabei "gemeinsame Sache" machen.

 

2) Pfarre - Gottesdienst:

Ihr Kind bereitet sich auf die "Erstkommunion" vor. "Kommunion" kommt vom lateinischen "communio" = Gemeinschaft. Ihr Kind feiert, daß es zur Gemein-schaft mit Gott und somit auch zur Gemeinschaft derer, die zu Gott gehören, gehört.

Viele Erfahrungen lassen sich nur in der Familie richtig und tiefgreifend machen. Manche Erfahrungen sind allerdings dort nicht möglich. Für manches braucht es eine größere Gemeinschaft.

Zu einer solch größeren Gemeinschaft laden wir herzlich ein. Wir laden ein, daß Ihr Kind in dieser Zeit der Vorbereitung Zugang zu unserem Gott gewinnt, der Gemeinschaft bildet, bzw. diesen Zugang vertieft.

Wir laden herzlich zu unsern Gottesdiensten ein - näheres siehe Doppelblatt "Laßt die Kinder zu mir kommen". Als erster gemeinsamer Punkt steht die Einladung zum "Fest der Annahme" am 14. November. Ähnlich wie bei der Taufe soll das Kind als 1. Eindruck erfahren, daß es bevor es noch irgend etwas leisten hätte müssen, von Gott und seinen Lieben (Eltern etc.) geliebt ist.

Vielleicht sind diese Monate auch eine gute Chance, von neuem in die Gemeinschaft der Pfarre hineinzuwachsen. Viele Angebote stehen Ihnen zur Verfügung. Vielleicht gewinnt Ihr Kind neue Freunde. Denn eines ist ja auch nicht zu vergessen: Heute entscheidet sich, in welchen (Freundes-)Kreisen Ihr Kind in "kritischeren" Zeiten verhaftet sein wird.

 

3) Erstbeicht- und Erstkommunionskurs:

Ihr Kind ist eingeladen, in den kleinen Tischeltern-Gruppen religiöse Erfahrungen exemplarisch auch gemeinsam zu erleben. Zusammen wird in kindgemäßer Form nachgedacht, gebastelt, gebetet, gesungen und vor allem der Erfahrung nachgegangen, daß Gott lebendig mitten unter uns ist.

Jeweils 8 Stunden sollen auf die beiden Feste der Erstbeichte und der Erstkommunion vorbereiten. Nachdem jedoch das "Fest der Annahme" erfahrungsgemäß sehr viel bei den Kindern auslöst, sind die ersten drei Stunden der Erstbeichtvorbereitung der Aufarbeitung dieser Erfahrungen gewidmet (3 Stunden: "Taufkurs").

Die genauen Themen entnehmen Sie bitte den Terminblättern.

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Bei all dem gilt: Es ist Ihre freie Entscheidung, was Sie aus all diesen Angeboten wahrnehmen wollen - Sie als Eltern wissen am besten, was für Ihr Kind gut ist. Wichtig ist nur, daß wenn Sie Ihrem Kind diesen gemeinsamen Weg ermöglichen, auch wirklich selbst hinter dieser Entscheidung stehen, denn wenn ein Kind in der Erstkommunionstunde die Erfahrung der liebevollen Nähe Gottes macht und zu Hause keine Möglichkeit findet, sich diesbezüglich zu artikulieren (oder aber sogar das Gegenteil im Sinne von "so ein Blödsinn" erfährt), wird es unnötig hin- und hergerissen.

Wir laden herzlich ein, daß - wenn Sie sich zu diesem gemeinsamen Weg entscheiden - wir ihn in gegenseitigem Vertrauen (und im Vertrauen auf Gott) gehen. Schließlich geht es uns allen um etwas unheimlich Kostbares: Ihr Kind.

Ihr

Pfarrer Gerald Gump

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3. Impulse zum Nachdenken

für Interessenten an der Erstkommunionsvorbereitung

*) Hinter allen Bemühungen in unserer Pfarrgemeinde steht der liebende, uns einladende und um uns werbende Gott. Diese Einladung Gottes an Sie und Ihr Kind persönlich geben wir weiter. Aus diesem Grund beruht alles auf Freiwilligkeit. Es ist Ihre Entscheidung, das Angebot Gottes in dieser Weise anzunehmen oder - aus welchen Gründen auch immer - abzulehnen.

*) Die Feste von Erstbeichte und Erstkommunion sind keine automatische Schulveranstaltung und auch keine Serviceleistung der Kirche. Sie sind eine Glaubensentscheidung der Eltern, die beim Wort genommen werden möchte.

*) Deshalb freuen wir uns als Pfarrgemeinde über jede Anmeldung.

*) Im schulischen Religionsunterricht erfolgt religiöse Erziehung und Begleitung. Die wesentliche Prägung in religiöser Hinsicht erfährt das Kind aber durch Sie als Eltern und Familie. Religiöses Leben konkretisiert sich in der Pfarrgemeinde. Aus diesem Grund sind die Sakramente und deren Vorbereitung grundsätzlich auf dem Boden der Pfarrgemeinde angesiedelt. "Erstkommunions-unterricht" im schulischen Religionsunterricht (wie dies teilweise früher üblich war) ist aus diesem Grund weder sinnvoll, noch erlaubt.

*) Die eigentliche Hinführung zu einem Leben mit Gott ist Verantwortung der Eltern - diese versprechen dies bei der Taufe. Die Pfarrgemeinde versteht sich mit dem Angebot zur Sakramentsvorbereitung daher als Dienst an den Familien. Die Vorbereitungskurse können nur unterstützend verstanden werden. Vor allem ist es die christliche Haltung der Familie, die das Kind zu Beichte und Kommunion hinführt und in ein christliches Leben weiterführen soll. Für die gemeinsame Zeit werden wir Ihnen einige Impulse ("Familienblätter") dazu anbeiten. Daher ist uns ein Zusammenwirken mit Ihnen wichtig. Wir haben das gleiche Ziel: das Wohl Ihres Kindes.

 

*) Kirche, wie auch Pfarrgemeinde sind nichts anderes als die Gemeinschaft der sie bildenden Christen. Im Rahmen dieser Gemeinde engagieren sich einige ehrenamtlich, um den Familien Hilfestellung zu geben. Erstkommunionvorbereitung ist kein Service der Pfarre, sondern ein gemeinsamer Versuch von Eltern und Mitarbeitenden, miteinander die Kinder auf ihrem Weg zu begleiten. Forderungen an "die Pfarre" seitens einiger Eltern können sich folgerichtig nicht an ein Spezialisten-Team richten, sondern sind Apell an sich selbst. Ein Gegenüber von Erstkommunions-Team und Eltern wäre in sich widersinnig - die Pfarre sind wir gemeinsam!

*) Die Vorbereitung in der Pfarre wird in kleinen Gruppen durchgeführt:

Aufarbeitung des Festes der Annahme (Tauferinnerung) -> 3 Treffen

Hinführung auf das Fest der Erstbeichte -> 5 Treffen

Hinführung auf das Fest der Erstkommunion -> 8 Treffen

Diese Kindergemeinschaften werden von je 1 oder 2 Erwachsenen (Tischmutter oder Tischvater) begleitet. Die kleinen Gruppen geben dabei die Möglichkeit, christliche Gemeinschaft kindgerecht zu erleben und mitzugestalten. Es geht dabei nicht um Wissensübermittlung (ein Schwerpunkt im schulischen Religionsunterricht), sondern um gemeinsames Erfahren der liebenden Nähe Gottes.

*) Die beiden Kurse beinhalten die oben genannten Gruppenstunden, sowie je 2 feierliche Gottesdienste: Feier der Annahme & Fest der Erstbeichte; Feier der Tauferneuerung & Fest der Erstkommunion; dies ist das "Grundprogramm". Darüber hinaus sind die Kinder eingeladen, sich in die Gemeinschaft der Pfarre einzuleben. Diesem Anliegen sollen viele Zusatzangebote (Familien- und Kindergottesdienste, Feste, Kinderveranstaltungen u. v. a. m.) dienen. Selbstverständlich steht es im freien Ermessen der Eltern, welche dieser Veranstaltungen sie mit ihrem Kind besuchen bzw. mitfeiern wollen - es wird hierfür weder explizites Drängen, noch impliziten Druck geben; sie haben alle Freiheit. Jedoch laden wir sehr herzlich ein!

*) Das Fest der Erstbeichte und die Erstkommunion selbst sind nur punktuelle Ereignisse - mehr nicht. Wichtiger ist die Vorbereitung davor und das, was danach kommt. Wir feiern Erst-Beichte und Erst-Kommunion - diese Feste wären sinnwidrig angesetzt, wenn sie zugleich Letzt-Beichte und Letzt-Kommunion wären.

*) Viel hängt davon ab, ob die Eltern in ihrer Umgebung den ernsthaften Versuch machen, ihr Leben mit Gott zu gestalten: Ob sie ihren Kindern ein Beispiel sind, ob sie versuchen (mit und ohne Kind) zu beten, ob sie Gottesdienste mitfeiern, ob sie den Sonntag in der Familie feierlich gestalten, ...

*) Die Vorbereitung auf die beiden Sakramente hat drei Ziele:

-) Die Kinder sollen Gott in Jesus persönlich begegnen.

-) Sie sollen kindgemäße Erfahrungen im gemeinsam gelebten Glauben machen – es

        soll in die Pfarrgemeinde hineinwachsen.

-) Sie sollen die Lebensbedeutung der Beziehung zu Gott, wie auch des Feierns dessen

(-> Gottesdienst) spüren.

*) Manche Faktoren machen diese Versuche ziemlich wirkungslos:

-) wenn das "Fest der liebevollen und zärtlichen Nähe Gottes" zu einem übertriebenen, luxuriösen und glaubensfremden Kinderfest entartet

-) wenn das Kind bei Einübung & Erfahrung eines Lebens mit Gott allein gelassen wird (kein darüber Sprechen, kein Mitfreuen, ...), besonders dann, wenn "es vorbei ist"

        -) wenn das Lebens mit Gott (Erfahrung in der Tischgruppe, im Religionsunterricht, ...)

        und ein gottentfernes Familienleben als zwei nicht vereinbare Lebensbereiche aufeinanderprallen - das Kind leidet unter einer solch unversöhnlichen Spannung und "macht zu".

*) Es gibt unzählige Faktoren die zusammenspielen, daß Menschen, die in Kinder- und Jugend-tagen sehr lebendig und tief mit Gott lebten, den Zugang zu Gott verlieren. Die Lebenssituation (Erwachsen werden, Eingehen von Partnerschaft, Familiengründung, berufliche Herausforderungen & Druck, ...) läßt die Beziehung zu Gott oft in den Hintergrund treten, der Glaube "verdunstet", Gott "entschwindet" schleichend aus dem Leben - vieles fällt zuerst nichteinmal auf. In manchen Bereichen läßt sich bei ehrlichem Hinhorchen auf sich selbst eine Leere entdecken. Falls Sie sich in den einen oder anderen dieser Berschreibungen wiederfinden, könnte dieses Jahr Ihres Kindes auch für Sie persönlich oder als Familie eine Chance sein, neue Zugänge zu Gott (wieder)zugewinnen.

*) Für all unser Tun des bevorstehenden Jahres gibt es einen wesentlichen Regisseur: Gott. Ich lade ein und hoffe zugleich, daß wir alle Beteiligten ihm in seinem Anliegen des Lebens und Liebens für uns "nicht zu sehr im Weg stehen" (Bischof Weber). Ich habe die Erfahrung gemacht, daß umso offener ich in ein solches "Unternehmen" bisher hineingegangen bin, desto tiefere, spannendere und erfüllendere Erfahrungen ich mit Menschen und dem, was Gott in ihnen tut, machen konnte. Ich freue mich sehr auf die gemeinsam Zeit.

Ihr

Pfarrer Gerald Gump

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Zum Thema Erstkommunion ein Artikel unserer Pfarrzeitung "Das Gespräch", verfaßt von unserem früheren Pfarrer Dr. Helmut Blasche im Mai 1974:

4 Pfarrzeitungs-Artikel: "Erpressung?"

Der Erstkommuniontag der kleinen Monika und der empörte Brief einer Mutter

"Mein Kommunionstag: In der Vruh um 5 Uhr bin ich aufgestanden. Meine Mutter hate mich aufgeweckt. Meine Mutter muste meine Haare Waschen müßen und dann sie Eindren. Ich muste zwei Stunden unter der Trockenhaube sitzen. Dann Habe ich mich Angezogen. Meine Mutter und die Schwester sind mit mir gegangen. Bald waren wir da, und ich ging mich anstellen. Wir standen lange. Aber dan gingen wir hinein. Wir sprachen, dan sangen wir, dan wurde ein kleines Kind getauft. Dann zundeten wir die Kerzen an. Dann war vur mich das wichtigste wir asen das Heilige brot und drangen den Heiligen Wein. Wir gingen hinaus und vorher zundeten wir die kerzen an. Wir wurden Votografierd dann aßen wir ein Eis gegessen und eine limonade getrungen. Meine Mutter holte Mcih ab. Mein Vater Votografirte mich mit Meiner Mutter. Ich gang dan baden. Ich schlief gut ein."

Die Monika war ein sehr liebes Mädchen. Sie ist gewiß immer noch ein sehr liebes Mädchen, bloß habe ich sie schon jahrelang nicht mehr gesehen.

Damals, als sie das erste Mal das "Heilige brot asen und den Heiligen Wein drangen", wußte sie noch, daß das "das Wichtigste" war. Später wußte sie es nicht mehr. Ihre erste heilige Kommunion wird wohl auch eine ihrer letzten, wenn nicht die letzte gewesen sein.

Für ihre lieben Eltern waren von Anfang an die Ringellocken, für das arme Kind, das mitten in der Nacht aufstehen und stundenlang unter der Trockenhaube sitzen mußte, und das Photographieren offenbar wichtiger als das Heilige Brot.

 

Wieso die Mutter böse und der Pfarrer traurig wird

So eine Mutter hat, wie man sieht, wirklich große Sorgen und viel Arbeit im Zusammenhang mit der Aufnahme ihres Kindes in die pfarrliche Mahlgemeinschaft. Kein Wunder, daß sie dann etwas empört ist, wenn der Pfarrer ihr trotz der vielen Arbeit auch noch zumutet, sich ein paar Mal bei einem Elternabend etwas über die Kommunion anzuhören und sich – zusammen mit anderen Eltern – selbst Gedanken darüber zu machen, was wohl eigentlich Sinn und Wesen dieser Kommunion sei.

Jedenfalls hat mir so eine Mutti einen sehr bösen Brief geschrieben, der mich ein bißchen traurig gemacht hat.

Sie wirft mit nämlich "Erpressung" vor und daß meine Methoden an "Leibeigenschaft" grenzten. Sie meint, ich ließe die Kinder nicht zur Kommunion gehen, wenn ihre Eltern nicht zu den 5 Elternabenden kämen, die im Lauf des Vorbereitungsjahres stattfinden.

Der Brief hat mich traurig gemacht. Nicht wegen der persönlichen Vorwürfe. Sondern weil ich eigentlich nichts weniger möchte, als "Macht" ausüben. (Im übrigen habe nicht ich diese Art der Kommunionvorbereitung, die in den meisten Pfarren der Diözese praktiziert wird und die mir und zwanzig "Erstkommunion-Gruppentanten" viel zusätzliche Arbeit aufbürdet, eingeführt, sondern der Pfarrgemeinderat, der schließlich dafür zuständig ist, was in dieser Pfarre geschieht.)

Wir wollen keine machtausübende, wir wollen eine dienende Kirche sein. Wir wollen doch nicht mittels Zulassung oder Ausschluß von den Sakramenten irgendwelchen Druck ausüben!

Was wir wollen, ist vielmehr die unbedingte Freiheit der Glaubensentscheidung. Nicht aus Angst vor der Hölle oder dem Pfarrer soll sich jemand für Gott entscheiden; und nicht im geringsten soll je ein Kind oder irgendein Mensch benachteiligt werden, wenn er sich gegen die Kirche entscheidet und ihre Sakramente ablehnt.

 

Die pfarrliche Erpressung und Einschüchterung

Aber die Kirche sagt, daß ihre Sakramente nur den Gläubigen gespendet werden können. Daß jemand Glauben hat, ist also die Voraussetzung dafür, daß er ein Sakrament empfangen kann; die Bedingung, die erfüllt sein muß, bevor er zugelassen werden kann. Ist das Erpressung? Ist es Erpressung, wenn einer zu seiner Braut sagt: "Ich heirate Dich nur, wenn Du mich liebst. Ich heirate Dich nur, wenn Du mir versprichst, eine Lebensgemeinschaft mit mir einzugehen. Ich heirate Dich aber nicht, wenn Du mich gar nicht magst, nicht mit mir leben willst, sondern mich nur brauchst, um eine schöne Hochzeit zu veranstalten." Ist so eine Forderung Erpressung?

Ist es Erpressung, wenn Christus sagt: Ich kommuniziere nur dann mit Dir (= vereinige mich mit Dir), wenn Du mich liebst und mit mir leben willst. Ich lasse Dich nicht zur Kommunion mit mir, wenn Du mich eigentlich gar nicht besonders magst und nicht mit mir leben willst, sondern mich nur brauchst, um eine schöne Kommunionfeier zu veranstalten. (Mit eingedrehten Locken und netten Fotografien.)?

Also wer erpresst da? Christus und die Pfarrgemeinde haben das Kind genau so gern, auch wenn es nicht in die Kirche und zur Kommunion geht. Sie mögen bloß nicht, daß Eltern ihre Kinder dazu anhalten, den Pfarrer anzulügen: Sag halt, daß Du betest und in die Kirche gehst, nachher brauchst eh nicht mehr gehen ("Sag halt, daß Du Deinen Bräutigam lieb hast, nach der Hochzeit brauchst ihn eh nicht mehr anschauen.").

Glaube der Eltern ist Voraussetzung für die Zulassung des Kindes zur Taufe und Kommunion. Eine Glaubensentscheidung aber ist nur möglich, wenn ich weiß, wofür, für wen ich mich entscheiden soll. Daher muß ich Christus und die Kirche zuerst kennenlernen. Daher besteht seit einigen Jahren vor der Taufe und Kommunion das Angebot der Taufgespräche und Elternabende.

Aber es wird doch niemand gezwungen, daran teilzunehmen! Wer sagt denn, daß jeder sein Kind zur Taufe und zur Kommunion bringen muß? Wer, um Himmels willen, wird erpresst oder unter Druck gesetzt?

 

Nachsatz: Ich wäre sehr glücklich, wenn mir auch andere Eltern ihre Meinung über die Elternabende bzw. die Form der Erstkommunionvorbereitung sagen oder schreiben würden. Der Mutter, die mir den bitteren Brief geschrieben hat, möchte ich nur sagen, daß ich ihr gar nicht böse bin. Im Gegenteil, nur ein bißchen traurig, weil sie so verbittert ist.

 

(Der Text wurde entnommen aus: Die kleinen Sünden straft Gott sofort. und andere Irrtümer, korrigiert von Helmut Blasche, Festschrift zum 75. Geburtstag, Herausgegeben von Rudolf Donninger, Geleitwort von Kardinal DDr. Franz König, Schwechat 2000, Seite 144; zu beziehen zum Selbstkostenpreis von € 7,50 in der Pfarre Schwechat)

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Zum Thema Erstkommunion ein Artikel unserer Pfarrzeitung "Das Gespräch", verfaßt von unserem früheren Pfarrer Dr. Helmut Blasche im April 1978:

5 Pfarrzeitungs-Artikel: "Erstkommunion im 2. Schuljahr?"

Es ist bei uns Brauch, daß die Kinder im 2. Schuljahr zur Erstkommunion geführt werden. Aber ist das richtig?

Ist Kommunion denn eine Sache des Alters oder eine Angelegenheit der Schule? Wann kann ein Kind zur Erstkommunion gehen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Nun, bei einem Kind müssen gar keine anderen Voraussetzungen erfüllt sein als bei jedem anderen Christen.

Kommunion ist Teilnahme an der Tischgemeinschaft Gottes. Wir empfangen in den Gaben von Brot und Wein Christi Leib und Blut und werden durch diesen Jesus Christus mit Gott und miteinander zur Gemeinschaft verbunden. Um daran teilnehmen zu können, muß ich daher

    1. eine persönliche Beziehung zu diesem Jesus Christus haben;

    2. wissen, daß ich durch die Kommunion mit ihm in Gemeinschaft komme und muß diese Verbundenheit mit ihm wollen und anstreben;

    3. den Willen haben, mit den andern, die mit mir zum Tisch des Herrn gehen, zu kommunizieren, also mit ihnen Gemeinschaft zu haben.

Eine persönliche Beziehung zu Christus habe ich nicht, wenn ich bloß weiß, daß es ihn einmal gegeben hat. Vielmehr muß ich wissen, daß es ihn jetzt gibt, daß er lebt. Und mehr noch: Ich muß ihn kennen, wissen, daß er mich liebt und ruft, und muß bereit sein, seinem Ruf zu folgen. Ich muß also im Gespräch sein mit ihm. Beten nennt man das.

Ein Kind (ebenso wie ein erwachsener Christ) kann zur Kommunion gehen, wenn es Jesus Christus kennt, mit ihm redet, ihm in Freundschaft verbunden sein will. Es muß außerdem, wie schon gesagt, wissen, was die heilige Kommunion eigentlich ist. Es muß – wie es heißt – die heilige Speise von gewöhnlichem Brot unterscheiden können. Nicht, weil das heilige Brot anders ausschaut, als das Brot, das wir sonst essen. Es muß gar nicht anders ausschauen, es könnte ja auch eine Semmel vom nächsten Bäcker sein. Aber ich muß wissen, daß es der Leib des Herrn ist, mit dem ich mich, das Brot essend, vereinige. Und ich muß diese Gemeinschaft mit ihm und die Konsequenz, die sie hat, wollen.

Die Konsequenz aber ist, daß ich auch mit allen andern, die zu Christus gehören, verbunden sein möchte. Also mit den andern Gliedern der Kirche. Ich muß diese Kirche bzw die konkrete Gemeinde, in der ich stehe, bejahen. Nicht so, daß ich nichts gegen sie habe, sondern daß ich alles für sie habe. Daß ich mit allen versöhnt bin und mich bemühe, mit ihnen in guter Gemeinschaft zu leben. Das nämlich muß das Kennzeichen der Jünger Christi sein, und nur als solcher kann ich die heilige Kommunion empfangen.

Mit dem Alter hat das nichts zu tun und mit der Schule schon gar nichts.

Ein Kind, das schon mit 4 Jahren Jesus kennt und liebt und zu ihm betet und jeden Sonntag mit seinen Eltern in der Kirche ist, soll nicht vom Mahl der Gotteskinder ausgeschlossen bleiben bis es in die 2. Klasse geht. Und umgekehrt kann einer, der in die 2. Klasse geht, nicht zur Kommunion gehen, wenn er keine Beziehung der Freundschaft zu Jesus und seiner Gemeinde hat. Dann kann er erst gehen, wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, egal ob er dann 10, 20 oder 50 Jahre alt ist.

 

(Der Text wurde entnommen aus: Die kleinen Sünden straft Gott sofort. und andere Irrtümer, korrigiert von Helmut Blasche, Festschrift zum 75. Geburtstag, Herausgegeben von Rudolf Donninger, Geleitwort von Kardinal DDr. Franz König, Schwechat 2000, Seite 146; zu beziehen zum Selbstkostenpreis von € 7,50 in der Pfarre Schwechat)

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Zum Thema Erstkommunion ein Artikel unserer Pfarrzeitung "Das Gespräch", verfaßt von unserem früheren Pfarrer Dr. Helmut Blasche im Oktober 1979:

6 Pfarrzeitungs-Artikel: "Du mußt in die Kirche gehen!"

Letztes Jahr, bei einem Elternabend für die Eltern der Erstkommunionskinder, bat ich die Eltern, mir zu sagen, was Ihrer Meinung nach bei der Erstkommunionvorbereitung gut sei und was anders oder besser gemacht werden solle. Da meinten einige, der Zwang sei abzulehnen. Auf meine neugierige Frage, was sie wohl damit meinten, sagten sie, sie meinten den Zwang, am Sonntag in die Kirche gehen zu müssen.

Mit dem Wunsch, niemand soll gezwungen werden, am Sonntag in die Kirche zu gehen, rannten die Eltern bei mir offene Türen ein. Es ist ja ganz klar, daß jemand, der nur gezwungen am Sonntag in die Kirche geht, nicht kommunionsfähig ist. Kommunion heißt ja Gemeinschaft (gemeint ist die Gemeinschaft mit Jesus Christus und die Gemeinschaft mit den anderen in der Gemeinde Jesu), und Gemeinschaft kann doch nicht erzwungen werden. Wenn ich jemand in eine Gemeinschaft bringen will, kann ich ihn nicht gegen seinen Willen in diese Gemeinschaft hineinzwingen. Ich kann ihn höchstens einladen, die Menschen, mit denen ich ihn zusammenbringen will, kennenzulernen und sich ein Bild von ihnen zu machen.

Konkret, wenn ich jemand zur Kommunion mit Jesus Christus führen und ihn für diese Kommunion vorbereiten will, kann ich ihn nur einladen, diesen Jesus Christus kennenzulernen.

Dieser Jesus Christus ist gegenwärtig in seiner Gemeinde. Er hat uns ja zugesichert: "Wo zwei oder drei von euch in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen." Die Versammlung der Gemeinde aber ist die Sonntagsmesse.

Dieser Jesus Christus ist gegenwärtig, wo das Wort Gottes verkündet wird. Denn er selbst ist ja das menschgewordene Wort Gottes, der, in dem Gott sich uns mitteilt. Die Verkündigung des Wortes Gottes aber geschieht in der Sonntagsmesse.

Dieser Jesus Christus ist gegenwärtig im Sakrament des Altares, in jenen Gaben von Brot und Wein, über welche in der Feier der Messe das Dankgebet gesprochen wird und die dann im heiligen Mahl ausgeteilt werden. Beim Essen dieses Brotes geschieht ja "Kommunion", verwirklicht sich die Gemeinschaft mit Jesus Christus.

 

Niemand muß in die Messe gehen!

Nur wer Jesus Christus kennenlernen will, um entscheiden zu können, ob er mit ihm Gemeinschaft haben will, ob er zur Kommunion gehen möchte, muß zur Sonntagsmesse kommen. Denn dort begegnet er ihm und lernt ihn kennen. Dort kann er mit ihm kommunizieren.

Niemand muß in die Messe gehen. Nur wer die christliche Gemeinde kennenlernen möchte, um entscheiden zu können, ob er mit ihr Gemeinschaft haben will, ob er zur Kommunion gehen möchte, muß unter anderem auch zur Sonntagsmesse kommen, weil diese eben, wie gesagt, die Gemeindeversammlung ist. Dort kann er mit der Gemeinde kommunizieren.

Ist das ganz klar?

    + Niemand muß in ein Bad gehen. Nur wer schwimmen will, muß in ein Bad gehen.

    + Niemand muß ins Kino gehen. Nur wer den Film sehen will, der dort gespielt wird, muß ins Kino gehen.

    + Niemand muß mich besuchen. Nur wer mit mir kommunizieren will, muß mich besuchen.

Klar?

    + Niemand muß in die Kirche gehen. Nur wer mit Jesus kommunizieren will, muß in die Kirche gehen.

Wirklich ganz klar?

Wenn jemand zu mir kommt und sagt, er möchte zur Kommunion gehen, oder wenn Eltern ihre Kinder zur Vorbereitung auf die Kommunion anmelden, kann ich sie also nur e i n l a d e n, Jesus Christus und die christliche Gemeinde, jene also, mit denen sie kommunizieren wollen, kennenzulernen. Also sage ich ihnen: "Wenn Sie Jesus Christus und der christlichen Gemeinde begegnen wollen, um sie kennenzulernen, müssen sie in die Sonntagsmesse kommen, denn dort finden Sie Jesus Christus und die christliche Gemeinde."

 

Es geht nicht um Gebote, es geht um Freundschaft!

Niemals wird bei uns jemand genötigt, unter Androhung von Sünde und Strafe in die Messe zu gehen. Ein unter Sünde verpflichtendes Gebot und die Androhung von Strafe können vielleicht jemand davon abhalten, Böses zu tun, vermögen aber nicht, ihn gut zu machen, einen Liebenden aus ihm zu machen. Aber nur einer der liebt, ist fähig zur Liebesvereinigung, zur Kommunion.

Nicht Zwang wird auf die Kinder ausgeübt, nicht ein Gebot wird ihnen verkündigt, sondern der sie liebende Gott wird ihnen verkündigt, seine Einladung und sein Freundschaftsangebot werden ihnen ausgerichtet. Es wird ihnen nicht gesagt: "Du mußt in die Messe gehen!", sondern: "Jesus wartet auf Dich, Du fehlst ihm, wenn Du nicht da bist, Du gehst ihm und uns allen ab, wenn Du nicht kommst, denn Jesus und wir haben Dich ja lieb!" Das nämlich ist die Wahrheit!

s geht nicht um das Halten eines Gebots, es geht um persönliche Beziehung zu Jesus Christus und zu den anderen, es geht um Freundschaft, um Liebe - eben um Gemeinschaft, um Kommunion.

 

Bitte keinen religiösen Zwang!

Zur Kommunion sollen nur jene gehen, die gerne in die Kirche, in die Messe, zu Jesus und zur Gemeinde gehen. Die anderen sollten von den Eltern nicht genötigt, unter Druck gesetzt und gezwungen werden, zur Kommunion zu gehen. Manche Eltern aber üben leider recht unguten Zwang auf ihre Kinder aus.

Aber freilich, damit ein Kind weiß, ob es zur Kommunion gehen will oder nicht, muß es Jesus und die Gemeinschaft kennenlernen. Wenn also Eltern wünschen, daß ihr Kind zur Kommunion geht, müssen sie ihm von Jesus erzählen, mit ihm zu Jesus beten, und müssen es in die Kirche zur Messe mitnehmen, damit es Jesus und die Gemeinde kennenlernen und sich entscheiden kann.

Dann aber wird sich sehr bald zeigen, daß die meisten Kinder sehr gerne am Sonntag in die Kirche gehen würden, überhaupt wenn die Eltern mitgingen, und die Einladung keineswegs als "Zwang" empfinden.

Nur die Eltern, die lieber fortfahren wollen, ärgern sich, daß die Kinder in die Messe gehen sollen und reden von Zwang. Stimmt´s? Na also.

Die lieben Eltern sollten sich´s halt vielleicht besser überlegen, bevor sie die Kinder zur Kommunion anmelden. Es zwingt sie nämlich niemand. Wir sind nämlich der Meinung, daß jeder Zwang, in die Kirche gehen zu müssen, abzulehnen ist!

 

(Der Text wurde entnommen aus: Die kleinen Sünden straft Gott sofort. und andere Irrtümer, korrigiert von Helmut Blasche, Festschrift zum 75. Geburtstag, Herausgegeben von Rudolf Donninger, Geleitwort von Kardinal DDr. Franz König, Schwechat 2000, Seite 148; zu beziehen zum Selbstkostenpreis von € 7,50 in der Pfarre Schwechat)

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