Aktuelles arrow Aktuelles arrow „Weihnachtsfeier in der Slowakei“
wöchentliche Neuinfos & Termine:
Jakobus live



Laufende Infos als Newsletter abonnieren:
Jakobus live – Neu-Infos & Termine (wöchentlich)

Cilli-News – unsere aktuellen Termine für Kinder (monatlich)

„das gespräch“ – unsere Pfarrzeitung für Schwechat (monatlich)



Unser neuer Pfarrgemeinderat – Konstituierung am Do, 26. April 2012



Warning: opendir(/home/.sites/123/site64/web/joomla/images/stories/101219wsk) [function.opendir]: failed to open dir: No such file or directory in /home/.sites/123/site64/web/joomla/mambots/content/plugin_jw_sig.php on line 46
„Weihnachtsfeier in der Slowakei“ PDF Drucken

Schwechater Firmgruppe organisiert „Weihnachten mit Schuhkartons“

Mehrere Wochen sammelte die Firmgruppe „Die 013. Farbe“ in der Pfarre Schwechat Geschenke für ein armes, slowakisches Romadorf – stundenlang wurde geordnet und geschlichtet; über 100 große Pakete wurden daraus hergestellt. Am 19. 12. war es dann soweit: Die Geschenke sollten persönlich übergeben werden. Pastoralassistent Daniel Vychytil, einer der Begleiter bei der Überfahrt, berichtet:

„Am 4. Adventsonntag um 8.30h trafen sich Karl Zwettler, unsere Pastoralassistentin Geli, drei Firmlinge – Betti, Babsi, Eva – Firmbegleiter Peter Scherz und ich, um in die Slowakei zu fahren. Das Ziel war das Dorf Sarovce in der südlichen Slowakei nahe zur ungarischen Grenze.
Wie die meisten ja wissen haben Karl Zwettler und unsere Geli einen Kontakt nach Sarovce hergestellt, einem Ort, in dem ein Großteil der Bewohner Roma sind und unter sehr bescheidenen ja teilweise unter wirklich ärmlichsten Bedingungen leben müssen.
Unsere Firmlinge haben für die Weihnachtsfeier der Kinder aus diesem Dorf die Aktion Geschenk–Karton gestartet und über 100 Pakete bekommen. Danke allen Spender und Spenderinnen.

Und so sind wir also bei winterlichem Wetter in die Slowakei gefahren. Zu Mittag sind wir dann bei Elo und seiner Familie angekommen, eine Roma Familie, die mit Karl gut befreundet ist. Und was ganz wichtig war, Elo war unser Dolmetsch, denn er spricht perfekt Deutsch, neben vielen anderen Sprachen. In seinem kleinen Haus sind wir von ihm, seiner Frau und seinen 6 Kindern aufs freundlichste Willkommen geheißen worden. Nach dem ersten Willkommenskaffee gab es dann ein typisches Roma Mittagessen Nockerli mit Hühnerfleisch und wieder Kaffee mit Kuchen. Diese Gastfreundschaft  war sehr berührend, wie Babsi beim Heimfahren berichtete.

Um 14.30h fand dann im Sozialzentrum, einem größeren Saal der Gemeinde, die Weihnachtsfeier statt, organisiert von der Sozialarbeiterin und Elo. Auch die Schuldirektorin und die Bürgermeisterin waren anwesend und bedankten sich bei uns und der Pfarre Schwechat. Viele Roma Frauen sind mit ihren Kindern zu dieser Feier gekommen. Nach einer Weihnachtsgeschichte und einer kurzen Rede sangen wir „Stille Nacht“ das natürlich auch bei den Roma bekannt ist. Anschließend wurden die einzelnen Familien aufgerufen und die Geschenke ausgeteilt. Einige der Kinder sagten ein kurzes Weihnachtsgedicht auf, sangen ein Weihnachtslied oder schenkten uns eine Weihnachtszeichnung. Am Ende der Weihnachtsfeier teilte mir die Sozialarbeiterin mit, dass ohne diese Aktion unserer Firmlinge diese Kinder keine Weihnachtsfeier gehabt hätten.

Anschließend fuhren wir nach Tura einer kleinen Ortschaft einige Kilometer von Sarovce entfernt. Dort leben am Rand des Ortes Romafamilien unter wirklich ärmlichsten Bedingungen. Nur ein Raum war an Strom angeschlossen. In diesem Zimmer versammelten wir uns. Mindestens 20 Personen auf engstem Raum. Auch dort sangen wir wieder „Stille Nacht“, teilten Mandarinen an alle aus und auch die Geschenke an die Kinder. Die Augen der Kinder strahlten in einer Weise, wie ich es noch selten gesehen habe. Wahrscheinlich haben diese Kinder noch nie ein Geschenk bekommen. Ich fühlte mich an Betlehem erinnert, an den erbärmlichen Stall, zu dem eigentlich niemand hin wollte, dort wo eben nur die Bettler, Hausierer und Vagabunden leben. Mit diesen Menschen will man eigentlich nichts zu tun haben. Und genau dort ist Jesus geboren. Ich denke, ein bisschen konnten wir alle diese Erfahrung machen, als wir in dieser Baracke „Stille Nacht“ sangen und die leuchtenden Augen der BewohnerInnen – vor allem der Kinder sahen.

Beim Verabschieden von Elo sagten unsere Firmlinge geschlossen: „wir kommen wieder“. Beim Heimfahren erklärten sie mir warum. Sie waren von der Gastfreundschaft – trotz ärmlicher Rahmenbedingungen - und der Herzlichkeit aller, auch der Ärmsten in Tura beeindruckt.

Ich glaube, dass die Reise für uns alle sehr bereichernd war und nicht nur die Roma Kinder beschenkt worden sind, sondern vor allem auch wir durch die Begegnungen mit diesen Menschen.

Zum Schluss möchte ich mich bei allen, die diese Weihnachtsfeier ermöglichten, den Firmlingen für ihre tolle Aktion, den SpenderInnen der Geschenke und vor allem auch Karl und Geli, die den Kontakt zu diesem Dorf hergestellt haben bedanken und Elo unserem Dolmetscher.
Und so wünsche ich allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute im Neuen Jahr.“

Daniel Vychytil

Fotos: Peter Scherz

 
>