138 Maschinen mit dabei:
traditionelle (= 12.) Motorradsegnung der Pfarre Schwechat am Do, 2. Juni 2011
Es ist ja fast schon Tradition: Angekündigter Regen, wenn die Motorradsegnung am Programm steht… Doch diesmal hielt das Wetter aus: 138 „Heiße Öfen“ waren mit dabei, als der Schwechater Motorradclub "Die Echtn" (www.die-echtn.at) gemeinsam mit Pfarrer Gerald Gump (Ehrenmitglied des Clubs) zur 12. Schwechater Motorradsegnung – wie immer am Christi Himmelfahrtstag – einluden. Der erwartete Regen war wohl auch die Ursache, dass (nach vormals 200 Motorrädern) heuer „nur“ 138 Maschinen den Schwechater Hauptplatz bevölkerten – doch die Mitfeiernden wurden durch die tolle Stimmung „entschädigt“.
„Gott schenkt seinen Segen – einen Segen, der nicht wie Hokuspokus wirkt, sondern uns befähigt, das je unsere noch engagierter zu tun, unsere Fähigkeiten kraftvoll einzusetzen!“, führte Pfarrer Gerald anhand der Lesung des Christi-Himmelfahrts-Festes aus.
Anschließend wurde jedes Motorrad einzeln durch Dechant Gump gesegnet – was bei 138 Stück (Fahrräder & Zaungäste nicht mitgerechnet) doch eine gewisse Zeit dauerte. Jede Maschine bekam ein Gebetskärtchen angehängt – der darauf befindliche „aktualisierte Psalm 16“ (siehe unten) wurde dann gemeinsam gebetet. Traditionsgemäß sprachen bei den Fürbitten die Anwesenden dann nicht einfach ein „Wir bitten Dich, erhöre uns!“, sondern sie machten sich jede einzelne Fürbitte durch ein ohrenbetäubendes Hupkonzert zu eigen. „Das kann Gott ja gar nicht überhören!“ – meinte Gump dazu.
Nach Segen und gemeinsamem Gebet fuhr ein großer Konvoi quer durch die Stadt zum Pfarrzentrum Zirkelweg, wo mit einer Einladung des MRC "Die Echtn" zu Grill & Getränken der Festakt einen guten Ausklang erhielt.
Biker-Psalm dem biblischen Psalm 16 nachempfunden von Pfarrer M. Bülow Dir, Gott, will ich vertrauen!
Wenn ich auf meine Maschine steige, erinnere ich mich daran, dass ich in Deiner Hand bin.
Du bist die Power meines Lebens! Du gibst mir Speed für den Weg, der vor mir liegt!
Du hast ein Ziel, für das es sich zu leben lohnt!
Um mich herum sind viele, die nichts von Dir wissen wollen:
"Glück gehabt", sagen die einen – "Pech gehabt", sagen die anderen.
So denke auch ich hier und da – leider!
Aber ich weiß: Wer auf der Straße immer nur den eigenen Vorteil sucht,
die anderen schneidet und bedrängt –
wer sich immer und überall auf Kosten anderer durchsetzen will,
der hat irgendwann ausgespielt;
Du lässt Dich nicht dauernd auf die Schaufel nehmen, Gott!
Irgendwann spielst Du nicht mehr mit...
Was ich brauche, weißt Du ganz genau, Herr – besser, als ich selbst.
Du kannst sie mir geben: die Gelassenheit, meine Touren wirklich zu genießen.
Du kannst sie mir nehmen: die Angst, die mich lähmt, wenn ich handeln oder helfen soll.
Du kannst sie mir schenken: die Aufmerksamkeit anderen gegenüber.
Du kannst sie mir zuteil werden lassen: die Liebe, die mir verzeihen hilft
– so, wie Du mir vergibst.
Du freust Dich mit mir, wenn ich Gas gebe,
und wenn der Fahrtwind mich die Freiheit erahnen lässt.
Ich finde es gut – und es beruhigt mich auch ein wenig,
dass Du mit mir auf die Bremse trittst, wenn es nötig ist.
Ich bin gewiss, dass Du mich bewahren kannst, Herr,
vor Unfall und Gefahr, vor Unachtsamkeit und Übermut.
Bei Dir ist unser aller Leben in guten Händen. Du lässt mich nicht zur Hölle fahren.
Du bist und bleibst der treue Gott. Ich mache mich auf den Weg. Du, Gott, bist bei mir. Amen!