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Segen für „Heiße Öfen“ in Schwechat PDF Drucken

Trotz herannahendem Regen: 156 Maschinen mit dabei:
traditionelle (= 11.) Motorradsegnung der Pfarre Schwechat am Do, 13. Mai 2010

In den letzten Tagen ließ die Wetterprognose Grausliches erwarten – was aber weder den Schwechater Motorradclub  "Die Echtn" (www.die-echtn.at), noch Pfarrer Gerald Gump davon abhielt, die letzten Vorbereitungsschritte für die 11. Schwechater Motorradsegnung zu treffen. Und: Nach dem letztjährigen Rekord von 189 „Heißer Öfen“ waren heuer trotz dunkelster Wolken 156 Maschinen erschienen, um zur 11. Motorrad-Segnung der Pfarre Schwechat am Kirchen- & Hauptplatz zusammen zu kommen, welche der Schwechater Motorradclub "Die Echtn" (www.die-echtn.at) organisiert hat. Und allein die Liste der Teilnehmenden Clubs liest sich wie ein „Who & Who“ der Motorrad-Szene: MFG Burgenland Nord, Benzina Schwadorf, Toy Ron Crew, MBC Austria, … - um nur einige zu nennen.

„Gott geht mit uns – in den Zeiten der Freude und des Alltags, besonders intensiv aber, wenn die Lebenskrisen manches Verdunkeln“, führte Pfarrer Gerald anhand der Lesung (Psalm 23) aus, welche jeder später auf einem am Motorrad zu montierenden Segenskärtchen mit bekam. „Im Psalm wird Gott erstmals direkt angesprochen, als es um die „Dunklen Todesschluchten“ geht: Gott gibt in den dunklen Lebenszeiten besonderen Halt – aber: Er ist immer mit dabei!“

Im Interview für das Schwechater Stadtfernsehen wiederholte er traditionsgemäß: „Ein arabisches Sprichwort sagt: Vertrau auf Gott, aber vergiss nicht, dein Kamel anzubinden! Mit dem Segen hat keiner einen Freibrief für menschliche Dummheiten – davor schützt auch kein ‚Zaubersegen’!“ Und dann noch etwas deftig: „Wer fahrt wia a g’sengte Sau, braucht keinen Segen, sondern einen Organspenderausweis!“

Anschließend wurde jedes Motorrad einzeln durch Dechant Gump gesegnet – was bei 156 Stück doch eine gewisse Zeit dauerte. Fürbitten und Vater unser rundeten das Segensfest ab. Doch auch diesmal sprachen die Anwesenden bei den einzelnen Fürbitten nicht einfach ein „Wir bitten Dich, erhöre uns!“, sondern sie machten sich jede einzelne Fürbitte durch ein ohrenbetäubendes Hupkonzert zu eigen. „Das kann Gott ja gar nicht überhören!“ – meinte Gump dazu.

Nach Segen und gemeinsamem Gebet fuhr ein großer Konvoi quer durch die Stadt zum Pfarrzentrum Zirkelweg, wo mit einer Einladung des MRC "Die Echtn" zu Grill & Getränken der Festakt einen guten Ausklang erhielt – und als der Abbau dann zu Ende war, gingen die „Himmelsschleusen“ auf und ein riesiges Unwetter began...

Der Motorradclub „Die Echt’n“ schreibt zum Ereignis:
Die Echt’n blieben vom Regen verschont

Schon am Wochenende prognostizierten die Wetterfeen und Belcredis Nachfolger Regen, Regen, Regen. Am Donnerstag, den 13. Mai veranstalteten „Die Echt’n“, der MRC Schwechat, Austria ihre bereits 11. Motorradsegnung am Schwechater Hauptplatz vor der St. Jakobs Kirche. Bereits um 08:30 waren sie versammelt um Zelte und Griller aufzubauen sowie die Kühlschränke zu füllen.

Was machte das Wetter? Es hielt. Sonnenschein. Kurz vor Mittag war alles aufgebaut und Grillmeister Sascha lud zur Probewurstverkostung. Die Vans mit Getränken beladen um bei der Kirche ein Umkippen in Folge Austrocknung zu verhindern und den ausgeliehenen 3,5 Tonner hinterm Haus versteckt.  Noch schnell nach Hause gefahren um die Bikes zu holen um standardgemäß bei der Kirche vorzufahren.

Beginn der Segnung ist um 14:00 Uhr, doch bereits um 12:15 Uhr standen die ersten Gäste parat. Die Clubfahne wurde noch beim Eingang zum Innenhof der Kirche gehisst und schon waren die Einteiler am Werk um eintreffende Biker zu ordnen. Präsi Andi und Vize Rain-I waren beschäftigt jeden persönlich zu begrüßen, wie es bei den Echt’n so üblich ist. Der Hauptplatz füllte sich zunehmend, doch hoffen auf einen neuen Rekord, denn konnte man vergessen. Zu viele ließen sich von den Wetterkapriolen abschrecken.

5 vor 2 ließ Pfarrer Gerald die Glocken läuten und bat alle ein paar Schritte näher zu treten. Pünktlich um 14:00 Uhr begrüßte der Präsi die Gäste und versprach, dass das Wetter halten wird. Kritische Blicke zum Himmel ließen Zweifel aufkommen. Vize Rain-I erklärte den Ablauf und wies auf eine Spendenbox hin, die aufgrund eines bereits vor einigen Jahren verstorbenen Echt’n aufgestellt wurde. Die Echt’n wollen das Grab ihres „Bruders“ erhalten und wenn jemand ein paar Münzen übrig hat, kann man sich daran beteiligen. So leitete Rain-I auch gleich zur Gedenkminute über – für alle, versteht sich - die heute nicht mehr bei uns sein können. Echtes Ehrenmitglied Pfarrer Gerald begann mit seiner Predigt und fand wie immer die richtigen Worte. Die Fürbitten wurden wie in Schwechat auch schon üblich nicht mit „Wir bitten dich erhöre uns“, sondern mit einem Hupkonzert unterlegt. Gerald schloss mit einer stillen Fürbitte, wo sich jeder selbst überlassen war. Natürlich wieder am Schluss mit ordentlich hup! Gerald ließ es sich auch nicht nehmen jedes Bike mit FahrerIn und Sozia/us einzeln zu segnen. Prospect Gerda durfte mit dem Weihwasserkessel folgen. Zur Erinnerung gabs für jedes Bike eine Karte mit auf den Weg, die von Chrisi und Jungpapa Geissi ausgeteilt wurden. Über diese Karten wurde auch die Anwesenheitszahl ermittelt. 156 Bikes von 49,9ccm bis 1800ccm waren gekommen. Das anwesende Fernsehteam von SW1/N1 filmte brav mit und machte einige Interviews.

Anschließend fuhr man eine kurze Runde durch Schwechat bis ins Pfarrzentrum Zirkelweg, wo Saschas Crew bereits eifrig am Bruzzeln war. Die Kaffeebar mit den unendlichen Weiten der selbstgebackenen Kuchen ließ so manches Herz höher schlagen. Ja, wer die Qual hat, hat die Wahl oder so ähnlich.

Nachdem sich die Schar der Biker schon etwas lichtete und der Ansturm auf den Griller verebbte forderte die NÖN noch ein Gruppenfoto ein, dem natürlich gerne nachgekommen wurden. Ein Blick zum Himmel sorgte für einige Falten auf so mancher Stirn. Die meisten mussten ihre Bikes trocken nach Hause bringen und so begannen auch Die Echt’n mit dem Abbau der Zelte, Tische, Bänke. Die eingangs erwähnten Fahrzeuge waren auch plötzlich wieder da und so wurde alles verstaut. Die Fahrt vom Pfarrzentrum zum Clubhaus der Echt’n dauert ca. 4 Minuten, doch in dieser Zeit braute sich was zusammen. Garten gießen brauchens die nächsten Tage sicher nicht, aber wie es Präsi am Beginn versprach: Das Wetter hielt.

Die Echt’n bedanken sich bei allen Anwesenden und hoffen, dass ihr auch alle gut und trocken nach Hause gekommen seid.

Fotos unter: www.die-echtn.at
Anwesende Clubs: MBC Austria, Toy Run Crew, MFG Burgenland Nord, MC The Mohawks, HTLD Gang, Benzina Schwadorf, MFG Gerasdorf,

Fotos: Motorradclub „Die Echt’n“

 
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