Aktuelles arrow Aktuelles arrow Projektreise zum „Schwechathaus für ehem. Straßenkinder in Bukarest“: 10. – 14. 9. 2010
wöchentliche Neuinfos & Termine:
Jakobus live



Laufende Infos als Newsletter abonnieren:
Jakobus live – Neu-Infos & Termine (wöchentlich)

Cilli-News – unsere aktuellen Termine für Kinder (monatlich)

„das gespräch“ – unsere Pfarrzeitung für Schwechat (monatlich)



Unser neuer Pfarrgemeinderat – Konstituierung am Do, 26. April 2012



Warning: opendir(/home/.sites/123/site64/web/joomla/images/stories/100914sh) [function.opendir]: failed to open dir: No such file or directory in /home/.sites/123/site64/web/joomla/mambots/content/plugin_jw_sig.php on line 46
Projektreise zum „Schwechathaus für ehem. Straßenkinder in Bukarest“: 10. – 14. 9. 2010 PDF Drucken

Arbeits-Team der Pfarre Schwechat zu Gast im Projekt

Vom 10. bis 14. September fuhren Maria Fohringer, Anni Matzinger, Max Taferner, Hermann Weber und ich nach Bukarest, um unsere Freunde des Wohnprojekts für Straßenkinder zu besuchen. Ich bin sehr gespannt nach Rumänien gefahren, da ich vor 7 Jahren bereits in diesem Land war und meine Eindrücke damals von Bukarest – wo ich damals allerdings nur sehr kurz war, eher deprimierend waren. Die Stadt wirkte damals auf mich als sehr stressig und laut.

Dieses Mal waren die Eindrücke von Bukarest ähnliche und doch ganz andere. Wir sind nicht als Touristen gekommen, sondern wollten persönliche Kontakte pflegen und uns auch praktisch handwerklich engagieren, indem wir die schon teilweise rostigen, Gitterstäbe des Kinderhauses neu lackierten. Wir kamen zu Freunden der Pfarre Schwechat, das habe ich von Beginn an gemerkt. Ich tauchte diese 5 Tage in den Alltag dieser stressigen und lauten Stadt ein. Und das machte diese Reise so wertvoll.

Im Mittelpunkt stand natürlich das Kinderheim der spanischen Maristen, indem wir auch wohnten – ein Teil davon ist das „Schwechathaus“, das seit etwa 15 Jahren durch die Pfarre Schwechat unterstützt wird. Hier gab es vor allem zu den Brüdern und zu den 33 Kindern, die zur Zeit dort wohnen intensiven Kontakt – und jeden Tag ging die Kommunikation auch ohne rumänischen und spanischen Sprachkenntnisse besser. Gleichzeitig erlebten wir den Alltag in dieser gut geführten Sozialeinrichtung. So startete am Montag für die Kinder nach langen Sommerferien wieder des Schulalltag. Aber auch der Alltag in den 4 Wohngruppen ist gut geregelt, vom Putzdienst bis zum Tischdienst alles lief reibungslos ab.

Neben den intensiven Eindrücken dieses Hauses, hatten wir aber noch genug Gelegenheit in das Leben der Stadt einzutauchen. Allein das Spazierengehen in der Umgebung des Hauses, war faszinierend. So viele Straßenhunde habe ich nur bei meiner Reise in Indien und Bhutan gesehen.

Dank Maria hatten wir weitere Begegnungsmöglichkeiten mit Rumänen – so unter anderem mit ihrem ehemaligen Rumänisch-Professor und seiner Frau. Auch bei einem der wenigen Werkstätten für Behinderte Personen (Kerzenwerkstatt) in Bukarest machten wir einen längeren Besuch. Dieses Projekt beeindruckte mich sehr, da diese Werkstätte für 25 Personen lange Zeit die einzige für Behinderte in ganz Bukarest war.

Bei einem längeren Stadtrundgang kamen wir auch zum Gare de Nord, dem ehemaligen Zentrum der Straßenkinder. Aber auch jetzt sahen wir Gruppen von jungen Obdachlosen. Maria konnte mit einer Person Kontakt aufnehmen, die sie seit vielen Jahren kennt. Hier wurden die Not und das Elend, das es bis heute noch gibt – sicherlich heute zum Glück nicht mehr in diesem Ausmaß – sichtbar.

Am letzten Tag hatten wir noch ein interessantes Treffen mit dem neuen Konsul der österreichischen Botschaft. Bei einem Gespräch mit ihm und dem Sekretär des Botschafters konnten wir viel über unserer Projekt erzählen und, ich denk doch, ein gewisses Interesse wecken. Vielleicht gelingt es ja bei einem der nächsten Besuche, den Konsul in das Wohnprojekt einzuladen – sein Interesse daran hat er deutlich bekundet.

Die Reise nach Bukarest war für mich sehr wertvoll. Ich habe diese Stadt unter ganz anderen Augen kennengelernt, nicht als Tourist, sondern mit offenem Blick für den Alltag, der sicherlich für viele Bukarester schwieriger ist als bei uns. Gleichzeitig habe ich eine große Dynamik, Buntheit und Offenheit erlebt. Dafür für bin ich sehr dankbar – denn das hat mein Bild, dass ich vor 7 Jahren gewonnen habe, doch deutlich gewandelt.

Zum Schluss möchte ich mich bei Maria bedanken, denn ohne ihr Engagement wäre diese Reise, aber auch vieles an dem Projekt für Straßenkinder nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank

Daniel Vychytil


Hier ein Brief der Brüder aus dem Betreuungsteam – publiziert auf der Homepage der Maristen (in spanischer Originalsprache):

Liebe Freunde von Schwechat, Danke.
Unsere Verbindung (Beziehung) zur Pfarrgemeinde von Schwechat, eine Stadt in der Nähe von Wien, begann schon vor dem Bau des Centro Sfantul Marcellin Champagnat. Es entwickelte sich eine sehr großzügige Unterstützung. Jedes Mal Ende Dezember schickt uns die Pfarrgemeinde einen Beitrag für die Erhaltung des Zentrums. Maria und andere Mitglieder der Pfarrgemeinde besuchen uns zwei Mal im Jahr. Die Mädchen und Buben des Zentrums kennen Maria sehr gut und sie freuen sich sehr auf jeden ihrer Besuche, auch, weil nie wer mit leeren Händen kommt.
Nun ist Maria wiedergekommen, diesmal in Begleitung von Anni, Daniel, Hermann und Max. Ihre Arbeit war, die Fenstergitter des Zentrums zu streichen. In Mai, als Maria hier war, haben wir uns über den Wunsch unterhalten, dass eine Gruppe der Pfarrgemeinde als Volontäre kommen, um eine konkrete Arbeit zu realisieren.
Unsere Freunde kamen in Bukarest am 10. September an und blieben bis zum 14. Sie haben in diesen 5 Tagen alle Fenstergitter gestrichen, auch sprachen wir über die Situation der Kinder hier und selbstverständlich setzten wir auch unseren Traum über die Zukunft fort. Die Mädchen und Buben waren sehr überrascht zu sehen, dass unsere Freunde und Freundinnen gekommen sind, um die Fenstergitter ihres Hauses zu streichen. Bisher waren es unsere Buben und Mädchen gewohnt, dass Gruppen von Volontären kommen, die dann Aktivitäten mit ihnen oder für sie machen. Dieses Mal waren sie überrascht, dass die Volontäre gekommen sind, um zu arbeiten. Mehr als nur ein Kind hat gefragt: „Und wieviel kostet das?“ Und sie standen mit offenem Munde da, als sie hörten, dass die Arbeit gratis gemacht wird. Aber noch mehr erstaunt waren sie, als sie verstanden, dass Anni, Daniel, Hermann, Maria und Max das alles taten, um ihnen zu zeigen, dass sie allen Buben und Mädchen des Centro Sfantul Marcellin Champagnat eine schöne und lebenswerte Zukunft wünschen.
Uns bleibt jetzt nicht mehr übrig, als uns für die vielen Gesten der Großherzigkeit, die wir von der  Pfarrgemeinde von Schwechat erhalten haben, zu bedanken. Jemand von uns sagte: „Jetzt verstehe ich, warum Österreich so schön ist, sie haben nicht mehr gemacht, als hier anzukommen und sofort Hand anzulegen, und das obwohl es schon 11.30 Uhr war.“ Sie kamen vom Flughafen an und fingen sofort an zu arbeiten.
Danke den Freunden und Freundinnen der Schwechater Pfarrgemeinde, danke für Eure Großzügigkeit, danke für Eure Freundschaft.

Juan Carlos Sanz


Fotos: Anni Matzinger


Weitere Infos: http://www.pfarre-schwechat.info/joomla/projekt-schwechat-haus-/rum-nien-projekt-schwechat-haus.html

 
>