|
Projektbesuch im „Schwechathaus für ehemalige Straßenkinder“ in Bukarest: 23. – 26. Mai 2010 |
|
|
|
Maria Fohringer berichtet: Seit 2 Jahren ist der Pfingstmontag auch in Rumänien gesetzlicher Feiertag, das heißt, dass wir die Kinder bei ihren „Freizeitaktivitäten“ erlebten.
Vor einiger Zeit bekamen die Kinder einige Inlinescater geschenkt. Sie sind neben Fußballspielen eine beliebte Art der Freizeitgestaltung.
Da in rumänischen Schulen noch immer Platznot herrscht, geht ein Teil der Kinder am Vormittag in die Schule, der andere am Nachmittag. So treffen wir, wenn wir in Schulzeiten einen Besuch machen, nie alle Kinder zum gemeinsamen Mittagstisch an.
Wir waren im Schwechathaus zum Essen eingeladen. Diesmal konnten wir gemeinsam mit allen Kindern und Erziehern essen. Wenn man die Kinder längere Zeit nicht sieht, merkt man erst wie sie in dieser Zeit gewachsen sind, wie sie sich verändert haben…
Schön war, dass diesmal alle gesund waren. Bei unserem letzten Besuch im Dezember hatte es einige arg mit einem grippalen Infekt erwischt! Man spürte auch, dass der Schulschluss naht (In Rumänien beginnen die Ferien um 3 Wochen früher als bei uns.) Einige Kinder bereiteten sich deshalb auch schon intensiv auf die letzten Prüfungen vor.
Für mich persönlich gilt: Kein Besuch in Bukarest ohne zum Bahnhof zu gehen. Dort treffe ich immer noch alte „Bekannte“ von früher. Einige, die ich gut kenne und zu treffen gehofft hatte, waren diesmal nicht da. Sehr oft können mir dann andere Jugendliche erzählen, wo sie sich befinden und was mit ihnen los sei. Diesmal war das nicht so. Das ist immer besorgniserregend! Da bleibt dann immer die Frage offen: Leben sie überhaupt noch? Manchmal erfahre ich etwas bei meinem nächsten Besuch etwas. Sehr oft kann ich diese meine „Vermissten“ nur Gott anvertrauen. Und durch diese offenen Fragen erlebe ich immer „meine engen Grenzen“…
Fotos: Martin Ribic
|