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Die Pfarrgemeinderäte der Pfarren Mannswörth, Rannersdorf, Schwechat und Zwölfaxing waren dabei, als am Do, 19. 11. 2009 gemeinsam die 2. Phase des Projektes „Seelsorgeraum“ gestartet wurde.
„Es geht darum, unsere Pfarren zukunftsfähig zu erhalten“, erklärt der Schwechater Pfarrer Gerald Gump, der vom Bischof zur Leitung des Projektes beauftragt wurde. „Verschiedenes in unseren Pfarren kann gemeinsam bzw. arbeitsteilig besser geschehen – das soll neu in den Blick genommen und angegangen werden!“. All dies kann aber nur geschehen, „wenn das Grundmuster unseres Kirchlichen Lebens die Pfarrgemeinde bleibt, die sich niemals in eine Großeinheit hinein auflösen darf!“ so Gump.
Schon im Jahr 2003 wurde begonnen, die Pfarren des „Südvikariates“ (Niederösterreichischer Süd-Ostteil der Erzdiözese Wien) in „Seelsorgeräumen“ zu vernetzen. „Gut war, dass schon damals die Einteilung nicht von oben aufgesetzt, sondern in langer Diskussion durch die jeweiligen Pfarrgemeinderäte & Pfarrer selbst erarbeitet wurde“ – es galt, schon längst laufenden Verbindungen durch gemeinsame Schulen, Einkaufswege etc. auf die Spur zu kommen und nach solch gewachsenen Einheiten die Seelsorgeräume zu definieren. Jetzt ist die 2. Phase an der Reihe: Mit mehreren durch 2 Gemeindeberater begleitete Pilotprojekte sollen konkrete Umsetzungsschritte in Angriff genommen werden – ein solches Pilotprojekt ist eben das der Pfarren Mannswörth-Rannersdorf-Schwechat-Zwölfaxing. „Wichtig ist mir, dass das das kirchliche Leben grundsätzlich in der persönlichen Pfarrgemeinde angesiedelt bleibt“, erklärt Dechant Gump. Aber manches lässt sich arbeitsteilig besser lösen: Heutzutage muss nicht jede Pfarre alles anbieten. Wenn beispielsweise Eheseminare, Bildungsvorträge, Chorgruppe oder spezielle Büroarbeiten in einer Pfarre gut aufgehoben sind, haben die anderen Pfarren – indem sie sich diese Aktivität beruhigt weglassen können – ressourcensparend Kräfte für anderes frei!“ Andererseits „gibt es Veranstaltungen, die gemeinsam besser gehen, als auf Einzelpfarren aufgeteilt, wie z. B. seit fast 10 Jahren unser Schwechater Stadtkreuzweg. Aber auch manche Jugendveranstaltungen oder Treffen von Firmbegleitern oder ähnliche Initiativen könnten im Verbund sinnvoller angelegt sein.“
Am Donnerstag gab es zuerst eine Erzählung der gewählten Delegierten, welche die Pfarren beim diözesanen Prozess „Apostelgeschichte 2010“ vertreten haben: 1200 Delegierte waren 3 Tage im Stephansdom versammelt, um auf diözesaner Ebene anstehenden kirchlichen Fragen nach zu gehen – dort Erlebtes wurde nun in die Pfarren zurück gemeldet. Nach einer intensiven Kennenlernphase gingen die Pfarrgemeinderäte dann daran, verschiedenste Perspektiven der Zusammenarbeit zu erarbeiten, aber auch Vorbehalte oder damit verbundene Sorgen zu äußern. Selbstverständlich endete der Abend bei einer gemeinsamen Agape – auch dort konnte so manche Erfahrung weiter ausgetauscht werden. Ein dieser Tage entstehendes Steuerungs-Team wird nun die nächsten Schritte koordinieren.
„Wir wollen danach trachten, dass sich das Leben der (Pfarr)Gemeinden weiterhin gut weiterentwickeln kann, eben im Geist Jesu Kirche für Zukunft zu bauen.“ erklärte Gump. Ziel ist der „zukunftsfähige Dienst an lebendigen Pfarr-Gemeinden – und daran werden wir weiter arbeiten!“
Fotos: Daniela Wastyn
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