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| Neues „Schwechat-Haus“ für Straßenkinder in Bukarest |
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Pfarre Schwechat trägt (weiterhin) die laufenden Kosten. Bis dato hat die Pfarre Schwechat fast eine Halbe Millionen Euro bezahlt Bericht von Projektreise 24. - 26. Juli: Pfarrer Gerald Gump & Projektleiterin Maria Fohringer Das neue „Schwechat-Haus“ für ehemalige Straßenkinder ist fertig! In der vergangenen Woche sind schon 24 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren im Haus eingezogen – sukzessive werden weitere folgen: Insgesamt werden 40 ehemalige Straßenkinder ein neues zu Hause finden. Langsam organisiert sich das Leben – selbstverständlich eine schwierige Phase der Neueinrichtung, noch dazu bei oft schwer traumatisierten Kindern. Dennoch gelingt dies durch intensive und offensive Begleitung durch das Erzieher/innen-Team ausgesprochen positiv. Lachen erfüllt Häuser & Hof, in kleinen Grüppchen sitzen die Kinder auf kleinen Mäuerchen und plaudern (oft auch mit Betreuer/innen ganz freundschaftlich mitten drin) – die Kinder haben in kräftig gesunder Weise von ihrem neuen zu Hause Besitz ergriffen! „Besonders bin ich vom Orden der Maristen beeindruckt!“, erzählt Pfarrer Gump begeistert. „Seit sie die Leitung des Hauses übernommen haben, erhalten wir in der Pfarre nicht nur laufende, pädagogische Berichte, sondern auch detaillierte & genaueste Kostenaufstellungen. Jetzt konnte ich sie auch bei der pädagogischen Arbeit mit den Kindern beobachten: Es ist beeindruckend, mit welcher liebevollen Zuwendung sie ihre Arbeit haben, und wie hoch-kompetent sie ihren Erziehungsaufgabe nachgehen. Und: Man spürt laufend, wie gerne die Kinder sie haben!“ Das Haus besteht aus 4 selbständigen Einheiten, die Betriebskosten für das erste, das „Schwechat-Haus“, werden weiterhin von der Pfarre Schwechat getragen (€ 1.800,- / Monat – der verbleibende Rest von 300,- soll aber ebenso in der Pfarre aufgebracht werden). Auch bei der Finanzierung des Neubaues war die Pfarre Schwechat mit € 40.000,- bei den Baukosten, sowie auch Kücheninventar beteiligt. Die Patenschaft begann, als Maria Fohringer – kurz nach ihrer Pensionierung als Sonderschullehrerin – beschloss, sich im Jahr 1994/1995 als Sozialarbeiterin bei Straßenkindern in Bukarest zu engagieren. Nach und nach wurde das Haus, in dem sie arbeitete, finanziell durch die Pfarre Schwechat übernommen. Fast eine halbe Million Euro wurden während der 10jährigen Patenschaft dafür aufgebracht. Neue (nur mäßig sinnvolle) Vorschriften der Rumänischen Behörden machten einen Neubau nötig. Gemeinsam mit der Caritas Vorarlberg, die die Finanzierung übernahmen, und den Maristen wurde Grund gekauft und der Bau (jetzt größer) errichtet. Nach 16monatiger Bauzeit ist das Haus nun fertig – am 6. Oktober 2006 ist um 11 Uhr die Einweihung samt offizieller Eröffnung. Fohringer selbst fährt 2-3 x / Jahr nach Bukarest: Sie hält Kontakte, sorgt mit um die pädagogische Entwicklung, bringt Hilfsgüter & Geschenke; zumeist wird sie von einigen Schwechater/inne/n betreut, die sich ihrerseits (sozial, handwerklich, freundschaftlich) engagieren. Die Kinder leben in 4 Wohngemeinschaften quasi wie eine Familie. Sie gehen zur Schule, werden im Lernen betreut, ihr Alltag gemeinsam organisiert und vor allem das „Menschlich-gut-aufgehoben-Sein“ in hervorragender Weise möglich gemacht. Anders als die staatlichen Kinderheime legen die Maristen großen Wert auf ganzheitliche Erziehung und Formung der Kinder („Leider sind viele der offiziellen Waisenhäuser nur Stationen, wo die Kinder einfach ‚geparkt’, aber nicht betreut werden“ – Marist Fernando). Haushaltliche Fähigkeiten vom Kochen über Wäsche waschen bis zum Putzen sind im alltäglichen Ablauf ganz selbstverständlich integriert. Auch ist eine Betreuung über den 18. Geburtstag hinaus angesetzt – in anderen Heimen werden die Jugendlichen dieses Alters einfach (wieder) auf die Straße gesetzt. „In Summe ist eine wirklich erfreuliche Entwicklung spürbar!“ erzählt Pfarrer Gump. „Die Kinder fühlen sich wohl und entwickeln sich prächtig, die Maristen leisten hervorragende & hoch verantwortungsvolle Arbeit: den Kindern gegenüber wie auch in guter Kommunikation mit uns. Oft beten wir in unserer Pfarre für das Projekt, wie auch für Kinder & Betreuer/innen – der Segen Gottes darüber ist handgreiflich spürbar!“ Spendenkonto: 3-00.002.626, „Pfarre Schwechat – Rumänien“ bei Raiba Schwechat (Blz. 32 823)
Pfarrer Gerald Gump berichtet von der Projektreise Unser neues „Schwechat-Haus“ für ehemalige Straßenkinder ist fertig! Vom 24. – 26. Juli waren Maria Fohringer & ich in Bukarest, um die Fertigstellung des Hauses zu „begutachten“ und mit unseren Partnern, den Maristen, den Vertrag endzufertigen. In der vergangenen Woche sind 24 Kinder (dzt. im Alter von 6 bis 14 Jahren) im Haus eingezogen – sukzessive (Fernando: „Langsam, nach und nach – damit sich die Kinder gut integrieren können!“) werden weitere folgen: 8-10 Kinder sind in jeder Wohngemeinschaft (Stiege) vorgesehen – somit werden bis insgesamt 40 ehemalige Straßenkinder ein neues zu Hause finden. Nach und nach organisiert sich das Leben – selbstverständlich eine schwierige Phase der Neueinrichtung, noch dazu bei oft schwer traumatisierten Kindern. Dennoch gelingt dies durch intensive und offensive Begleitung durch das Erzieher/innen-Team ausgesprochen positiv. Lachen erfüllt Häuser & Hof, in kleinen Grüppchen sitzen die Kinder auf kleinen Mäuerchen und plaudern (oft auch mit Betreuer/innen ganz freundschaftlich mitten drin) – die Kinder haben in kräftig gesunder Weise von ihrem neuen zu Hause Besitz ergriffen! Das Haus unterteilt sich in 4 Gruppen bzw. Stiegen – diese tragen internationale Namen: „Österreich – Griechenland – Italien – Spanien“, wobei jede Stiege den Namen des Landes trägt, von dem in Zukunft die Kosten getragen werden sollen. Für die erste Stiege ganz links, das neue „Schwechat-Haus“, wurden für die laufenden Kosten (€ 2.100,- / Monat) ein Vertrag aufgesetzt, wo sich die Pfarre Schwechat weiterhin zur Deckung von monatlich € 1.800,- verpflichtet hat (wobei wir hoffen, auch die Differenz noch laufend aufzubringen). Jedoch waren wir auch an der Baufinanzierung beteiligt (€ 40.000,- Baukosten, 1 Kücheninventar etc.). Die Patenschaft begann, als Maria Fohringer – kurz nach ihrer Pensionierung als Sonderschullehrerin – beschloss, sich im Jahr 1994/1995 als Sozialarbeiterin in Bukarest bei Straßenkindern zu engagieren. Nach und nach wurde das damalige Haus „Sf. Ioan“, in dem sie arbeitete, finanziell durch die Pfarre Schwechat übernommen. Fast eine halbe Million Euro wurden während der 10jährigen Patenschaft dafür aufgebracht. Es gab intensiven Austausch, ein eigenes Kinder- & Jugendlager für Bukarester & Schwechater Kinder, laufende Aktivitäten u. v. a. m. 2-3 Mal jährlich fährt Maria ins Haus, um die Kontakte zu halten, pädagogische Fragen zu besprechen, Hilfsgüter direkt hin zu bringen – oft aber auch gemeinsam mit anderen Schwechater/inne/n, die sich selbst dann am Haus oder anders handwerklich oder sozial engagierten. In jeder der 4 Wohngemeinschaften lebt ein Gruppenleiter & 2 zusätzliche Betreuer/innen, die gemeinsam mit „ihren“ 8-10 Kindern eine quasi Familie bilden. Je eine Köchin (eine davon ist geistliche Schwester) sorgt für 2 Gemeinschaften. Die Kinder gehen zur Schule, werden im Lernen betreut, ihr Alltag gemeinsam organisiert und vor allem das „Menschlich-gut-aufgehoben-Sein“ in hervorragender Weise möglich gemacht. Das Projekt wird von den Maristen geführt (sie leben als Kommunität direkt im eigenen Haus neben den Kindern), einer auf Kinder- & Jugendarbeit spezialisierten Ordensgemeinschaft: 7 Brüder sind aus Spanien gekommen (4 arbeiten im Projekt – über den Sommer wegen der Umzugssituation durch 2 zusätzliche Brüder aus Spanien unterstützt; 3 weitere Brüder arbeiten in einem Präventiv-Projekt mit „abrutschgefährdete“ Kinder & Jugendliche, sowie mit ihren Familien). Fernando, der dynamische, 37jährige Ordens-Chef, führt voller Begeisterung durch das Haus und erklärt alle Einzelheiten, da er auch für den Bau verantwortlich war. Antolino, der Leiter des Hauses, der mit seinen 57 Jahren nach wie vor einen spürbar tollen Zugang zu den Kindern hat, erzählt stolz von den ersten Erfahrungen im neuen Haus – er war schon mehrere Jahre im „alten“ Schwechat-Haus „Sf. Ioan“. Für mich waren von allen positiven Eindrücken dieser Tage die Maristen der stärkste: In der gemeinsamen Zeit war der ausgesprochen positive Umgang mit den (ja nicht leichten, da ehemals elternlos auf der Straße lebenden) Kindern massiv spürbar. In wirklich liebevoller Art nehmen sie sich ganz auf individuelle Notwendigkeiten und Bedürfnisse eingehend um die Kinder an: Kaum ist einer der Brüder, in der Nähe der Kinder, kommen diese schon hin, beginnen zu plaudern und lachen, klettern ihnen hinauf oder klären manches im vertraulichen 4-Augen-Gespräch – in all dem ist ihre positive Autorität spürbar. Fernando erzählte, dass sie sich als Maristen ganz bewusst für die Sozialarbeit mit Kindern entschieden haben. Kürzlich gab es eine Anfrage aus Rom an den Orden, ob nicht mehr von ihnen Priester werden wollten: Sie lehnten ab, weil ihr Charisma eben ein anderes sei. Dies ist ganz besonders in manchen Ostländern nicht leicht, da sie durch ihr Leben zeigen, dass Soziales Engagement kirchlich die gleiche Wichtigkeit hat, wie gottesdienstliches Feiern, was nicht überall gleich verständlich ist. Eigentlich ist geplant, dass die Brüder jeden Abend, nachdem die Kinder schlafen, zu gemeinsamem Austausch beisammen sitzen – in den letzten Wochen ist dies immer wieder wegen zu großer Übermüdung ausgefallen. Aber auch in unserer Zusammenarbeit hat sich seit der Übernahme des Hauses durch die Maristen vieles drastisch verbessert: Regelmäßige (und penibel genaue) Berichte & Abrechnungen sind selbstverständlich geworden. Ein Grund unseres Besuches war, unsere Patenschaft auch vertraglich fest zu legen (als Sicherheit für das Betreuerteam). Ich war positiv überrascht, welche Vertragsinhalte von den Maristen ganz selbstverständlich eingefügt wurde, z. B.:
… ein kleiner Ausschnitt der zeigt, wie verantwortlich die Maristen mit ihren Bereichen umgehen! Anders als die staatlichen Kinderheime legen sie großen Wert auf ganzheitliche Erziehung und Formung der Kinder („Leider sind viele der offiziellen Waisenhäuser nur Stationen, wo die Kinder einfach ‚geparkt’, aber nicht betreut werden“). Haushaltliche Fähigkeiten vom Kochen über Wäsche waschen bis zum Putzen sind im alltäglichen Ablauf ganz selbstverständlich integriert. Auch ist eine Betreuung über den 18. Geburtstag hinaus angesetzt – in anderen Heimen werden die Jugendlichen dieses Alters einfach (wieder) auf die Straße gesetzt. Fernando erzählt von den komplizierten, gesetzliche Auflagen für ihre Arbeit – auch mit der riesigen Bürokratie, mit der zu kämpfen ist. (Jörg, der Leiter eines Jugend- & Behinderten-Projektes erzählt, dass für das Ummelden von Strom & Gas in einer Wohnung gezählte 75 Zettel nötig waren – keine staatliche Stelle vertraut einer anderen…). Im Land ist gerade viel in Bewegung: Die Hoffnung auf Aufnahme in die EU hat extrem viel bewegt und auch vieles (sozial, gesetzlich, wirtschaftlich etc.) verbessert. Immer neue Arbeitsplätze entstehen – die Menschen beginnen, wieder von Bukarest in andere Teile zurück zu übersiedeln, auch aufgrund unerschwinglicher Grundstückpreise, die in 2 Jahren um das 6fache gestiegen sind. Endlich gibt es staatliche Grundversorgungen (Sozialhilfe, zentrale Stelle für Kinder- & Jugendliche zwecks Koordination der Hilfsarbeiten usw.). Doch läuft ein Großteil der Mittel derzeit in Infrastrukturelle Verbesserungen. Dennoch meint Fernando, dass er in absehbarer Zeit auch staatliche Mittel für das Projekt requirieren kann – die Verantwortung liegt ja eigentlich dort. Gemeinsam mit uns war auch eine Abordnung der Caritas Vorarlberg hier, die den Bau des neuen Hauses finanziert hat. Dieser war notwendig geworden, da für das alte Haus „Sf. Ioan“ keine staatliche Genehmigung mehr erhältlich war. Die Caritas Vorarlberg begann darauf hin gemeinsam mit Maristen und uns – damals noch mit dem damaligen Haus-Träger Caritas-Bukarest – einen neuen Bauplatz zu suchen. Im Laufe der Vorbereitungen zog sich die Caritas Bukarest zurück. Nach 16monatiger Bauzeit ist das Haus nun fertig – am 6. Oktober 2006 ist um 11 Uhr die Einweihung samt offizieller Eröffnung. Die bauliche Begleitung erfolgte durch Spezialisten der Caritas Vorarlberg – ein „Energiehaus“ steht nun hier (Strom & Warmwasser wird mittels Solarzellen am Dach selbst erzeugt). Mag. Irene Kurz, die engagierte Projektreferentin der Caritas Vorarlberg, führte die Abschlussbesprechungen. Helmut Bender & Karl Müller (2 Pensionisten, die sich ehrenamtlich engagieren – mit Berufserfahrung aus der Wirtschaft, sowie Leitung einer großen Baufirma) gingen mit alemannischer Strenge daran, die Bauabnahme durchzuführen. Mit kritischem Blick wurden nach einer genauen Besprechung vor Monaten immer noch vorhandene Mängel urgiert – das Argument der „Rumänischen Bauart“ wurde nicht einfach gelten gelassen. In Summe ist eine wirklich erfreuliche Entwicklung spürbar. Die Kinder fühlen sich wohl und entwickeln sich prächtig, die Maristen leisten hervorragende & hoch verantwortungsvolle Arbeit: den Kindern gegenüber wie auch in guter Kommunikation mit uns. Oft beten wir in unserer Pfarre für das Projekt, wie auch für Kinder & Betreuer/innen – der Segen Gottes darüber ist handgreiflich spürbar! Gerald Gump |

