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im „Sozialprojekt Zirkelweg der Pfarre Schwechat“ eröffnet – Di, 6. Juli 2010
„Ein herzliches Willkommen unseren neuen Zirkelweg’lern!“ – mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Gerald Gump die 18 jungen Menschen, die in den letzten Wochen in die neue Wohngemeinschaft der Caritas-Wien für Behinderte am Zirkelweg eingezogen sind. „Diese Behindertenwohngemeinschaft ist ein weiterer, bunter Edelstein im Miteinander unseres ‚Sozialprojektes Zirkelweg der Pfarre Schwechat‘ – wir sind froh, dass Ihr da seid!“
Jahrelang schon bemühte sich der Schwechater „Verein für Menschen mit besonderen Bedürfnissen“ (MmbB – www.mmbb.at), dass in Schwechat ein Wohnheim für behinderte Menschen gebaut wird; schon die Caritas-Werkstätte in Rannersdorf geht wesentlich auf seine Initiative zurück. Das neue Haus wurde am Areal der Pfarre Schwechat errichtet und in das „Sozialprojekt Zirkelweg der Pfarre Schwechat“ eingebunden.
Pfarrer Gump erzählte: „Als vor etwa 5 Jahre in unserem Pfarrgemeinderat die Überlegungen begannen, was nach (bausubstanzbedingter) Beendigung des Internationalen Wohnheims fortgesetzt werden soll, fügte es sich prächtig: Zum einen der in unserer Pfarre frei werdende Raum, wie auch die im pfarrlichen Leben wichtiger werdende Integration behinderter Menschen. Auf der anderen Seite die Initiativen von MmbB, wo ein Großteil unserer Pfarrengagierten Mitglied ist. Dazu die Caritas-Wien, die ihrerseits gerne bereit war, hier Initiativen zu setzen!“
Dem war bewusst ein intensiver Diskussionsprozess in der Pfarrgemeinde vorausgegangen – in einer Abstimmung innerhalb der Pfarre sprachen sich letztlich 85% dafür aus, dieses Projekt mit der Caritas-Wien anzugehen. In der Schlussabstimmung durch den Schwechater Pfarrgemeinderat fiel der Beschluss einstimmig. „Wir wollten eben nicht schnell etwas fixieren und einen Fremdkörper hinein setzen, sondern von Anfang an durch Gespräche & Diskussionen intensiv an der Integration in unser Sozialprojekt Zirkelweg, wie auch überhaupt das soziale Leben hier arbeiten!“ – so Pfarrer Gump.
Pfarrer Gerald Gump skizzierte die Entstehungsgeschichte: „Als Pfarrgemeinde ist uns wichtig, dass in unserem Sozialprojekt Zirkelweg das bunte Miteinander zugunsten von Menschen gut funktioniert. Durch die letzten Jahrzehnte wurden hier etwa 1000 Menschen aus 50 Nationen durch die Pfarre aufgenommen und betreut. Ein vielfältiges Miteinander von pfarrlichen Caritas-Tätigkeiten, wie eben z. B. die Flüchtlingsarbeit, ursprünglich von Pfarrleuten initiierten und jetzt eigenständigen Aktivitäten, wie z. B. das Kinderwohnheim Zirkelweg, oder anderen Institutionen wie z. B. die psychosoziale Wohngemeinschaft (vom Land NÖ) prägt das Leben hier! Das neue Wohnhaus für 18 Menschen wird ein weiterer, glänzender Mosaikstein sein!“
In einem neuen Wohnhaus am Schwechater Zirkelweg haben 18 Menschen mit Behinderung ein neues Zuhause gefunden. Mit der neuen Wohngemeinschaft, die auf Initiative des Vereines "Menschen mit besonderen Bedürfnissen" und Unterstützung des Landes Niederösterreich errichtet wurde, verfolgt die Caritas ihr Konzept weiter, für ihre Klientinnen und Klienten Einrichtungen mit gemeinwesenintegrierten Strukturen zu schaffen. Alle Räumlichkeiten sowie der Zugang zum Garten sind barrierefrei, um den BewohnerInnen ein größtmögliches Maß an Selbständigkeit bieten zu können. In der neuen Wohngemeinschaften können die Bewohnerinnnen und Bewohner einerseits das Miteinander in den Gemeinschaftsräumen genießen, andererseits bieten die Einzelzimmer für jeden Einzelnen Privatsphäre.
"Eingebettet in eine funktionierende Sozial- und Infrastruktur können die Bewohnerinnen und Bewohner am vielfältigen Gemeindeleben teil haben. Als Caritas ist es uns wichtig, gute Wohnqualität sowie Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern", so Caritasdirektor Dr. Michael Landau.
"Der optimalen Pflege und Betreuung gemäß dem Motto "So viel Betreuung wie nötig und soviel Selbstbestimmung und Eigenverantwortung wie möglich", haben wir uns in Niederösterreich aus einem Selbstverständnis heraus verschrieben. Die Caritas ist verlässlicher und kompetenter Partner des Landes, wenn es um die optimale Versorgung behinderter Menschen geht. Bester Beweis hierfür ist das neue Wohnhaus Zirkelweg in Schwechat, das den künftigen BewohnerInnen ein neues Zuhause verspricht"; erklärt Soziallandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.
Die Caritas der Erzdiözese Wien begleitete 2009 im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Behinderung 642 Menschen in Wohngruppen und Wohngemeinschaften in Wien und Niederösterreich. In Beschäftigungstherapien oder Tagesstätten waren 693 Menschen beschäftigt, 90 Jugendliche wurden im Rahmen einer integrativen Lehre betreut. "Behinderungen von Menschen in allen Bereichen abzubauen, das sehen wir als wesentliche gesellschaftliche Aufgabe", so Landau.
Fotos: Sylvia Dolezal, Caritas-Wien, Gruppenbild: Büro LR
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