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Ökumenisches Treffen mit der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche - So, 25. Jänner 2009 |
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Äthiopischer Priester Fantahun:
„Ich bin so glücklich! Wir fühlen uns hier in Schwechat so wohl!“
Eigentlich war es ein „Schwechater Treffen", als 5 christliche Gemeinden aus Schwechat anlässlich der „Gebetswoche für die Einheit der Christen" zusammen kamen: Die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche, die Evangelische Kirche Schwechat, sowie die röm.-kath. Pfarrgemeinden Mannswörth, Schwechat und Zwölfaxing. Diesmal war der Fokus auf die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche gerichtet - seit fast 6 ½ Jahren feiert diese ihre Gottesdienste in der „Kleinschwechater Kirche", einer am Sonntag vormittags nicht benötigten Filialkirche der Pfarre Schwechat. Dies ist die einzig fixe Niederlassung der Äthiopischen Orthodoxie in Österreich. Die sich jeden Sonntag zum Gottesdienst treffenden Gläubigen wohnen über ganz Wien und Niederösterreich verstreut.
„Diesmal haben wir es geschafft, dass wirklich die Menschen unserer Pfarrgemeinden miteinander in Kontakt und ins Gespräch kamen!", erzählt der röm.-kath. Pfarrer Gerald Gump begeistert. „Es war nicht - wie es leider manchmal bei ökumenischen Begegnungen vorkommt - ein Treffen der Kirchenleitungen, sondern der Kirchen selbst, sprich der sie bildenden Menschen: Gemeinsames Gebet, Essen und Gespräch!"
Im zum Bersten vollen Pfarrsaal kamen Christen unterschiedlichen Hintergrundes am Sonntag mittags zusammen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den röm.-kath. Pfarrer Gerald Gump erzählte der äthiopische Priester Fantahun (der übrigens selbst im Pfarrhof der Pfarre Schwechat mitlebt) über Geschichte, Kultur und Feier der Äthiopischen Kirche. Gesungenes Gebet in Amharisch bildete die Einleitung in den Gebetsteil, wo gemeinsam aus den biblischen Psalmen (dem „Gebetbuch Jesu") gebetet wurde - ein durch Klatschen und Körperbewegungen getragenes Lieder der Äthiopier war wohl mitverantwortlich, dass fröhliche „äthiopische Feierstimmung" alle in ihren Bann zog. Der Evangelische Pfarrer Michael Meyer (übrigens zufällig selbst in Äthiopien geboren, wo damals seine Eltern als Missionare tätig waren) lernte mit allen ein ihm aus seiner Kindheit bekanntes, äthiopisches Lied ein, ein „Vater unser" in Amharisch & Deutsch rundete das Gebet ab.
Selbstverständlich war auch das gemeinsame Mittagessen aus äthiopischen und österreichischen Speisen bestehend - quer über kulturelle (und teils auch sprachliche) Grenzen hinweg wurden neue Kontakte geschlossen und fröhlich geplaudert.
„Ich bin so glücklich", erzählt der äthiopische Pfarrer Fantahun Muche Assefa. „Wir fühlen uns hier in Schwechat so wohl - mit meinem Bruder Gerald und seiner Gemeinde ist es für uns wunderschön!"
Fotos: Anni Matzinger
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