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Klausur des Pfarrgemeinderates: 18. - 20. Sept. 2009 PDF Drucken

Pfarre Schwechat 2015: Quo vadis?
„Starke Eigenverantwortung mit identitätsstiftenden Gemeinschaftsaktivitäten, offen und neuen Formen zugänglich“: Die Pfarre Schwechat geht einer attraktiven Zukunft entgegen!

„Starke und eigenständig agierende Gruppen, Initiativen & Bereichsverantwortliche, die auf der anderen Seite durch gemeinsame, zentrale Aktivitäten wie Gottesdienste, engagierte Hauptverantwortliche oder Haupt-Feste zusammen gehalten werden“ – so eine Kurzform der Vision, wie die Pfarre Schwechat in etwas über 5 Jahren „aufgestellt“ sein soll. „Weiteres ein sensibles offen Bleiben für Neue/s, sowie neue Formen von Mitarbeit und Engagement runden das Bild ab!“ – ein Zukunftsbild, das Lust macht und zum Einsatz lockt…

Schon traditionell zogen sich die 20 Mitglieder des Pfarrgemeinderates der Pfarre Schwechat am 2. Wochenende des neuen Pfarr- & Arbeitsjahres von Freitag bis Sonntag zur Startklausur zurück, diesmal richtiggehend „abgeschlossen“, ja sogar Handy-lahmlegend in Steinapiesting / Gutenstein. Unter der hochkompetenten Leitung von Roland Hutyra galt es, ein Leit-Bild zu erarbeiten, wie die Pfarre in der sich laufend verändernden Rahmensituation sinn- & gottvoll im Jahre 2015 „aussehen wird“. „Obwohl es für uns alle zuerst noch sehr nebulose Vorstellungen da waren, wie das gehen werde, zeichneten sich sehr bald die wichtigsten Schwerpunkte ab!“ so Pfarrer Gerald Gump im Rückblick. „Es ist schön, wie engagiert ausnahmslos alle ans Arbeiten und Überlegen gingen – ohne, dass jemand in der 2. Reihe gestanden wäre. Aber auch die ausgesprochen förderliche und von Leichtigkeit getragene Leitung von Roland war wohl für das gute Arbeit wesentlich verantwortlich.“

Folgende Grundlinien wurden klar – das Wesentliche hier kurz beschrieben:
*) Es braucht auf Zukunft ein noch stärker eigenverantwortliches Arbeiten der jeweilig Engagierten. Die vielen ehrenamtlich Wirkenden werden weiterhin zu kompetenter Arbeit ermächtigt und gefördert, Fortbildungsangebote nahe gebracht, die jeweiligen „Arbeitsumstände“ evaluiert und optimiert – manches wird auch von Pfarrer Gerald stärker in die Eigenverantwortlichkeit entlassen werden. Ein Hintergrund dazu ist, dass in Zukunft wohl weniger hauptamtlich Engagierte zur Verfügung stehen werden; auch unser jetziger Pfarrer wird auf Weiteres, aber „nicht ewig“ in Schwechat bleiben…
Ergo: Ein ganz intensives Weiterarbeiten an der Volk-Gottes-Theologie des 2. Vatikanischen Konzils.
*) Zusammenhalt: Die jetzt bestehenden Gemeinsamkeiten des Zusammenhalts stellen die nötige Grundlage dar, dass gemeinsame Linie und Einheit der Pfarre gewährleistet werden; es gilt massiv darauf zu achten, dass sie lebendig & lebens-, gott-, wie auch menschennah bleiben. Die wichtigsten Punkte des Zusammenhalts sind:
-) 4 Sonntagsgottesdienste mit jeweiligen Agapen (Umtrunk, Pfarrcafé…), sowie die großen Feste (Ostern, Fronleichnam, Oktoberfest…), welche die Menschen wirklich herein- und vor Gott nehmen, sowie für’s Leben inspirieren.
-) gemeinsame Aktionen wie Feste, Flohmärkte, Gemeindeaktivitäten: Gemeinsam „Hackeln & Feiern“ hält zusammen! Hier wird aber demnächst „nachgeschärft“: Was sind die wirklichen „zentralen“ Anlässe, die nicht zu viele werden und überfordern dürfen.
-) Integrationspersönlichkeiten, persönliche Kontakte und Kommunikation – angreifbar werdend besonders durch den Pfarrgemeinderat.
-) Glaubensseminar & andere Formen gemeinsamer Vertiefung in Gott
-) verschiedentlich anders Identitätsstiftendes, wie unsere Kirchen, das Pfarrbewusstsein, die „Pfarr-Geschichte“ u. a.
*) Offen halten / öffnen für Neues: Wesentlich wird sein, weiterhin in großer Sensibilität für Neues & Neue zu leben und agieren: für neu hinzu stoßende Menschen, für Suchende, andere Ansätze oder Neuentwicklungen – biblisch gesagt: „Missionarische Kirche“.
*) neue Formen der Mitarbeit: Vieles ist bisher durch „hochengagierte Vollzeit-Pfarrleute“ gelaufen, einzelne, die mit übergroßem Engagement wesentliche Bereiche tragen. Auf Zukunft sollen in einem sich verändernden Umfeld (Überforderung durch Beruf, Beanspruchung von vielen Seiten, …) vermehrt Formen gefunden werden, begrenzt und aktionsbezogen mitzuarbeiten, aber auch konkrete Wege erarbeitet werden, sich aus Verantwortung oder Mitarbeit wieder verabschieden zu dürfen (nicht „einmal mitgemacht  und sogleich für ewig g’fangen“, was Interessierte leicht zurückschrecken lässt).

„Soweit die ‚Arbeitsergebnisse’ der Klausur“, wie Pfarrer Gerald erzählt. „Doch zentral wesentlich ist natürlich das Zusammenwachsen durch die gemeinsam so fröhlich verbrachte Zeit, das Blödeln & Beten, die intensiven Gespräche, wie auch Gottesdienste! Die Feedbackrunde zum Abschluss war wieder voll von Aussagen, dass es eine nicht nur wertvolle, sondern vor allem wunderschöne Zeit für alle Beteiligten war. Und das schöne ist: Wir sind nicht die Letztverantwortlichen für die Pfarre – das ist jemand ganz anderer. Doch es ist schön, ‚in SEINER Firma mit dem besten Chef der Welt’ mitwirken zu dürfen!“

2 PGR-Mitglieder waren kur- bzw. urlaubsbedingt entschuldigt, eine Mitfahrende musste aus unvorhergesehenen Umständen früher abbrechen – laufend wurde der Blick auf unsere konkrete Pfarrgemeinde, wie auch div. kranke oder belastete Pfarrleute gerichtet. Aber: Es gab auch einen „Neuzugang“: Norbert reiste einig Stunden vor Abschluss ab und konnte mit seiner Frau Matilda noch am gleichen Abend seinen neugeborenen David stolz in Händen halten...

Also: Das neue Pfarr-Jahr hat nun auf allen Ebenen begonnen….

Fotos: Thomas Wiesinger
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