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Cilli-News – unsere aktuellen Termine für Kinder



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Karfreitagsliturgie 2010 PDF Drucken

Wie immer begann nach den morgendlichen Laudes und dem Kinderkreuzweg das große Feiern mit dem Gebet rund um die Sterbestunde Christi. In schlichtester Form wurde mit einer Andacht anhand der letzten Worte Jesu und Stille des Ereignisses gedacht. Die Kirchturmuhr wurde um 15 Uhr angehalten – und bleibt so stehen: Wenn Jesus stirbt, so steht die Zeit still. Den ganzen Tag über bestand die Einladung, beim Hl. Grab zu beten. Den ganzen Tag über waren die Ratscherkinder unterwegs.

Grundidee des Abendgottesdienstes: Das Befürchtete wird Realität: Die tiefen Lebenssehnsüchte Jesu zerbrechen am Kreuz – Abgründe des Lebens tun sich auf. Die Abendliturgie wurde mit einem stillen Einzug eröffnet – Pfarrer & Assistierende warfen sich vor dem Fastentuch nieder. Die mit verteilten Rollen gelesene und mittels moderner Symbol-Dias von Maria Hafner visuell begleitete Leidensgeschichte Jesu nach Johannes immer wieder von gemeinsamem Gesang vertieft war der erste Hauptteil. Anschließend wurde das Kreuz in 3 Stationen herein gebracht: „Seht das Kreuz an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt! – Kommt, lasset uns anbeten!“

Zur Kreuzverehrung war erneut die Möglichkeit, das im eigenen Leben Zerbrochene ins Bewusstsein zu rufen – denn genau in all dem will Gott erlösend mit uns sein. Nach einer Meditation anhand des Liedes „Wer leben will wie Gott auf dieser Erde…“ mit Klarinetten-Spiel unterlegt waren alle eingeladen, die Abgründe & Kreuze oder sonst Tödliches des eigenen Lebens vors Kreuz zu legen: Mittels der am Aschermittwoch erhaltenen (und seither mich begleitenden) Weizenkörner; diese wurden unter dem Kreuz von jeder/m persönlich in die Erde gelegt! Ergänzend war die Möglichkeit, die Verehrung mit einer Blume, Verbeugung oder anderweitig zu vollziehen. Begleitet wurde dieser dementsprechend lange Vollzug durch die „Herrenklage“ – gesungen von Brigitte Kluger und andere Gesänge.

Danach wurden die großen Anliegen unserer Welt & Kirche in den großen Fürbitten (mit Dias) vor Gott getragen. Dann begleiteten wir den Herrn hinaus – wir schlossen den Gottesdienst mit Verlesung des passenden Evangeliums beim Grab in der Rosalienkapelle. Die Stille des Abschlusses wurde durch den hässlichen Lärm von Ratschen durchbrochen: Wenn in der Kirche Lärm ist, dann ist etwas passiert – und es ist etwas passiert: Gott scheint in der Welt gestorben! Dementsprechend ist die Liturgie nicht gut abgerundet - sie bleibt absichtlich offen und schließt ohne klaren Abschluss - der Tod läuft nun einmal nicht in geordneten, wohl geplanten Bahnen...

Diese eine Liturgie läuft vom Gründonnerstag bis zur Osternacht theoretisch in einem durch (daher auch keine Begrüßungen, Eröffnungen oder Abschluss-Segen).

Fotos: Martina Stadlbauer

 
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