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Cilli-News – unsere aktuellen Termine für Kinder


Jugend-Reise nach Taizé PDF Drucken

Vom 8. bis 17. August war eine Gruppe Jugendlicher aus unserer Pfarre in Taizé (Frankreich), wo sich jede Woche ein paar Tausend Jugendliche aus Europa treffen, um mit den Brüdern zu beten und ihren Glauben zu teilen.

Magdalena erzählt: „Ich liebte die internationale Atmosphäre, vor allem das unglaublich friedvolle Auskommen und Leben miteinander. Ich verstehe nur nicht, warum es nicht überall auf der Welt so funktionieren kann…“ Bei diesem guten Miteinander gingen die Brüder mit gutem Beispiel voran. Magdalena beschreibt es so: „Die Brüder trugen einen tiefen Frieden in sich, und wenn man mit ihnen sprach, sie eine Zeit lang beobachtete oder ihnen zulächelte, ging diese Ruhe und dieser Frieden auf einen über und man wurde einfach froh…“

Für Iris war es bei dem Treffen mit den Jugendlichen „einfach voll schön, zu spüren, dass der Glaube etwas ist, das ich mit vielen anderen Menschen teile“. Für sie waren auch die Gebetszeiten und die Stille wichtig. Sie sagte: „Man kommt dort in eine Atmosphäre des Gebetes hinein.“

Auch Viviane hatte anfangs Sorge, dass es anstrengend sein könnte, dreimal am Tag zu beten, aber sie empfand es dann „nicht anstrengend, sondern angenehm“ und sie freute sich jedes Mal darauf.

Teresa hat die Erfahrung in Taizé „näher zu Gott und den Menschen gebracht und vieles zum Denken und auch einige Antworten mit auf den Weg gegeben“.

Natürlich waren die Lebensbedingungen in der Zeltstadt sehr einfach. Manuel meint dazu: „Ich habe begriffen, dass sich seelische Zufriedenheit auch mit minimalem materiellen Aufwand erfüllen lässt.“ Aber auch die Selbstverständlichkeit und die Freiwilligkeit des Arbeitens und  Zusammenlebens waren ihm wichtig.

In dieser Woche haben sich natürlich auch viele neue internationale Freundschaften entwickelt. Manuel hat z.B. nette Schwedinnen kennen gelernt…

Florian benennt das Miteinander-Teilen als eine der grundsätzlichen Erfahrungen und er sagt: „Tiefe Beziehungen und Freundschaften sind für mich eine Auswirkung dieser Woche!“

(Bericht: Pia Schildmair; persönliche Reflexionen der Teilnehmer/innen: siehe unten)

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persönliche Reflexionen der Reise-Teilnehmer/innen

„Taizé. Ich liebte die internationals Atmosphäre, vor allem das unglaublich friedvolle Auskommen und Leben miteinander. Ich versteh nur nicht, warum es nicht überall auf der Welt so funktionieren kann. Tausende Menschen sind Woche für Woche dort, doch irgendwie beschränken sich die tiefen Gespräche und das unbedingte Vertrauen fast nur auf Taizé, und wird leider nur kaum nach außen weiter getragen… Der weltliche Alltag holt einem ein, und leider heißt das in unserer Gesellschaft, dass es immer schwieriger wird, das Reich Gottes auf Erden zu leben/vorzubereiten. Ich liebte die Begeisterung der Menschen dort, irgendetwas hat vor alle verändert, alle Augen strahlten, steckten mit Freude an. Wirklich schlecht drauf zu sein, war kaum möglich. Wir lebten dort recht einfach, aber ich glaub, alles andere hätte auch gar nicht gepasst, sondern eher abgelenkt. Ich hätte es auf keinen Fall anders wollen. Die Menschen waren alle sehr offen, man hat sich darauf verlassen können, dass alle Gruppen etc. einfach funktionieren, für die wir selbst oft verantwortlich waren, Glaube, Respekt, Wärme und Offenheit wurden gelebt, und die Brüder gingen mit einmalig gutem Beispiel voran. Sie trugen einen tiefen Frieden in sich, und wenn man mit ihnen sprach, sie eine Zeit lang beobachtete oder ihnen zulächelte, ging diese Ruhe und dieser Frieden auf einen über, und man wurde einfach froh und trotzdem blieben sie menschlich, lachten und kleideten sich normalerweise so wie alle anderen auch, ohne Kutte, und dann begeisterten mich noch das Gebet und der Stillebereich & Oyak.
Conclusion: Im Nachhinein betrachtet is Taizé a place, where the kingdom of god is already (lived) on earth.”
(Magdalena H.)

“Ich fand es ein Abenteuer, herzukommen, weil ich erstens niemanden kannte und zweitens mir nicht vorstellen konnte, was Taizé bedeutet, obwohl ich die Internetsite gründlich durchgeforstet habe. Ich fand es voll schön und entspannend, ein einzigartiges Erlebnis. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Vielfältigkeit der Nationen. Ich habe viele nette Leute aus vielen Ländern kennengelernt. Die drei Gebete am Tag empfand ich ganz anders als erwartet, nicht anstrengend, sondern angenehme und ich freute mich jedes Mal darauf. Wir haben in der Gesprächsgruppe versucht, die Bibelstellen in unseren eigenen Alltag zu übertragen. Z.B. Die Bibelstelle, die mir besonders weitergeholfen hat, war, als Jesus gesagt hat: „Come, follow me!“ Petrus hat gesagt: „Bist du wirklich Jesus? Wenn du es bist, lass mich über das Wasser gehen.“ Jesus sagte: „Komm!“ und Petrus sinkt ein und schreit: „Hilf mir, Jesus!“ und Jesus streckt die Hand aus und hilft ihn aus dem Wasser und ins Bott, dann sagt Jesus: „Warum hast du gezweifelt?“ Auf unser eigenes Leben übertragen bedeutet das die Frage, ob wir Freunden und der Familie, Menschen, die wir lieben, vertrauen können. Manchmal fällt es uns schwer, uns auf sie zu verlassen. Gott unterstützt dich in jeder Entscheidung, aber ich trage die Verantwortung für mein Leben und deshalb finde ich die Frage von Petrus: „Bist du es wirklich?“ gar nicht so abwegig. Ich glaube, ich hätte das auch gefragt.“
(Viviane)

„Für mich ist es einfach voll schön, die Weltkirche zu spüren und dass der Glaube etwas ist, den ich mit vielen anderen Menschen teile und das wird mir dort wieder bewusst, wenn ich die Menschen aus vielen Ländern kennen lerne und mit ihnen die Erfahrungen teile, die sie im Glauben gemacht haben. Für mich sind auch die Gebetszeiten wichtig, das gemeinsame Gebet, die Regelmäßigkeit, die Stille. Man kommt dort in eine Atmosphäre des Gebets hinein.“
(Iris)

„Mir hat gefallen, dass auch in den Aktionen, in denen es nicht um den Glauben geht (wie die Essensausgabe oder das Feiern am Abend), dass dabei alle Leute, wenn ich herumschaue, eine Beziehung zu Gott haben. Ich habe die Breite der Christenheit weit über die Kirchengrenzen hinaus gesehen. Am 1. Tag gleich hat mich der gegenseitige Respekt und die Präsenz des heiligen Geistes ergriffen, die für mich sehr spürbar war durch die Gemeinschaft, den gemeinsamen Glauben und den gemeinsamen Willen, zu leben wie Jesus. Die Einfachheit, die man im Leben von Taizé hat, war mir auch eine Lehre und hat mir einmal mehr bewusst gemacht, wie stark unser Alltag durch Luxus geprägt ist. Ich habe begriffen, dass sich seelische Zufriedenheit auch mit minimalem materiellen Aufwand erfüllen lässt. Die Teamwort, das heißt die Selbstverständlichkeit und die Freiwilligkeit des Arbeitens und Zusammenlebens repräsentieren für mich die Demut des Dienens Christi. Außerdem war mir die Zeit wichtig, weil ich sehr nette Schwedinnen und Kärntnerinnen kennen gelernt habe.“
(Manuel)

„Taizé war vom Gebet und von der Stille her eine tiefe spirituelle Erfahrung. Durch die Bibeleinführung motiviert habe ich mir viele Fragen gestellt und nachgedacht. Durch die Ruhe im Gebet und an der Quelle war vieles davon intensiver. Die Brüder haben mich mit der Selbstverständlichkeit und der Einfachheit mit der sie ihren Glauben leben und mit ihrer Ruhe und Herzlichkeit tief beeindruckt und wirken als Vorbilder für mich.
Zugleich war Taizé durch die Gespräche in den sehr multikulturellen Gruppen, das gemeinsame Arbeiten und auch das Feiern am Abend eine tolle Gemeinschaftserfahrung. Viele Leute habe ich sehr lieb gewonnen und werde versuchen, mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Mir ist auch bewusst geworden, wie sehr wir alle gemeinsam auf der Suche und am Weg zu Gott sind.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Erfahrung „Taizé“ mich näher zu Gott und den verschiedenen (neuen) Menschen gebracht hat und vieles zum Denken und doch einige Antworten mit auf dem Weg gibt. Die Fahrt dorthin wird sicher ein Fixpunkt in meinem Sommer werden.“
(Teresa)

„Ein Koreaner sagte: „Ich verstehe zwar kein Wort Englisch, aber das Gefühl in Taizé ist super.“ Diese Aussage beschreibt für mich das Wesentliche von Taizé. Ein Gefühl der Gemeinsamkeit über verschiedenste Sprachgrenzen hinweg.“
(Friederike)

„Frère Roger schrieb in der Regel von Taizé 1954: „Der Spott, dieses Gift im Leben einer Gemeinscahft, ist hinterhältig, weil dadurch angebliche Wahrheiten im Umlauf gebracht werden, die man sich unter vier Augen nicht zu sagen wagt. Er ist gemein, weil er die Person eines Bruders (oder einer Schwester) vor den anderen ruiniert.“ Mir sind in Taizé kein Spott und keine Gleichgültigkeit begegnet, die sonst unser alltägliches Leben prägen. Deshalb ist für mich Taizé ein Ort der Inspiration und Ruhe.
Außerdem ist mir bei der Essensausgabe das Bild der Speisung der 4000 gekommen. Alle hatten genug und die, die mehr hatten, teilten mit denen, die zu wenig hatten. Das ist eine grundsätzliche Erfahrung in Taizé. Tiefe Beziehungen und Freundschaften sind für mich eine Auswirkung dieser Woche.“
(Florian)

„Mir ist in dieser Woche das gemeinsame Gebet und die viele Stille wichtig geworden. Eines der Lieder, hat mich besonders berührt. Es lautet: „Gott ist die Liebe. Wag´ für die Liebe alles zu geben. Gott ist die Liebe. Gib dich ohne Furcht.“  Ich habe auch den Moment der Kreuzverehrung besonders dicht erlebt, wenn den ganzen Abend Jugendliche am Kreuz beten und dabei ihre Stirn auf das Kreuz legen. Ich habe versucht, die Anliegen und Lebensgeschichten der Jugendlichen, die jeweils beim Kreuz waren, im Gebet mit zu tragen und es war für mich auch ein besonderer Moment, als ich nach vorne ging und zu Gott betete. Irgendwie waren alle Gedanken weg und ich konnte gar nichts anderes beten als: „Gott, ich liebe dich! Gott, ich liebe dich!“
(Pia)

 
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