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Jesus hat seinen Aposteln die Füße gewaschen! - Wir putzen Euch die Schuhe! PDF Drucken

Gründonnerstag - Tag des Dienens

Unter eben diesem Motto mit dem Ziel, Menschen durch "Jesus, der gedient hat" zum Nachdenken anzuregen, hat das Pastoralteam der Pfarre Schwechat (Pfarrer & Pastoralassistentinnen & Kaplan)  am Gründonnerstag, 1. 4. 2010, wieder Hand angelegt – und Schuhe geputzt – direkt am Hauptplatz mitten im Wochenmarkt.

Die Passanten wurden eingeladen, durch diesen Dienst, wie auch durch oft intensive Gespräche das Geschehen dieser Tage zu überlegen.

„Wie jedes Jahr gab es ganz interessante Reaktionen!“, erzählt Pfarrer Gerald Gump, „von einigen achtlos Vorbeigehen, über viele sehr tiefe Gespräche bis hin zu Menschen, die sich anbieten, gleich mitzuhelfen, gab es alles! Für manche war auch wieder höchst erstaunlich, dass wir kein Geld nehmen – schließlich sollte die Aktion einzig zum Nachdenken anregen.“

Über 400 Zetteln wurden verteilt, unzählige „Schuhputzungen“ durchgeführt und damit ein Zeichen gesetzt!

Gründonnerstag-Schuhputz-Aktion
Gründonnerstag, 1. April 2010
mitten im EKA-Zent Schwechat

Jesus hat seinen Aposteln die Füße gewaschen!
Wir putzen Euch die Schuhe!

Jesus hat ein deutliches Zeichen gesetzt, 
     wie wichtig es ist,
     für andere da zu sein!

Wir wollen dazu anregen, 
     darüber nachzudenken,
     was dies für unsere heutige Zeit
     und unser konkrete Leben heißt...


DIENEN IST NICHT OUT! Wir wollen Menschen zum Nachdenken anregen, im Alltags- und Einkaufstrubel für DAS Fest dessen Inhalt ins Bewusstsein zurückholen und so dem Feiern seinen eigentlichen Sinn wiedergeben: Gott liebt und dient bis zum Äußersten, damit WIR leben können.

Unsere Welt ist schön! Zugleich gibt’s darin aber immer brutaler werdende Komponenten:
            - Überforderung und Einsamkeit sind im Wachsen
            - Profit und Eigeninteresse machen die Wirtschaftswelt immer brutaler
            - der Druck, sich selbst zu verwirklichen, zeitigt nicht nur gute Folgen:
                        in immer kürzerer Freizeit muss immer mehr „nachgeholt“
                        werden - und klappt immer weniger
            - Egoismen, krampfhaftes Herausschinden des eigenen Vorteils, sowie
                        der Drang, möglichst viel Glück möglichst sofort zu haben (bis
                        hin zu Abhängigkeiten von Alkohol, Medikamenten,
                        „Workaholics“ etc.) zerstören Freundschaften, Partnerschaften,
                        Familien, Umwelt, Leben ...
- viele „Kleine“ und „Arme unserer Zeit“ bleiben auf der Strecke: sozial Schwache, alleinerziehende Mütter, Ausländer, alleingelassene Kinder, Arbeitslose, schwierige Menschen...

Jesus sagt ja zu uns, aber nicht zu allem, was wir tun. Er hat „eigenhändig“ ein Zeichen gesetzt, wie es auch, nämlich anders gehen kann. Mitten im Streit der Apostel um Ansehen beugt er sich ganz hinunter in den Schmutz und dient. Er vollzieht damalige Sklavenarbeit. Sein Beispiel könnte auch uns heute motivieren, uns für andere einzusetzen - für Entrechtete, Menschen auf der Flucht, Einsame, sozial Schwache, Arbeitslose, Kranke, ... Deshalb wollen wir Euch heute als kleines Zeichen die Schuhe putzen.

                   Das Pastoralteam der Pfarre Schwechat


Jesus macht sich zum Diener der Seinen (Der Bibeltext)

Unmittelbar vor dem Paschafest wusste Jesus, dass für ihn die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zu gehen. Er hatte die Menschen in der Welt, die zu ihm gehörten, immer geliebt, und er liebte sie bis zum Ende.

Jesus und seine Jünger waren beim Abendessen. Jesus stand vom Tisch auf, zog sein Oberkleid aus, band sich ein Tuch um und goss Wasser in eine Schüssel. Dann machte er sich daran, seinen Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen. Als er zu Simon Petrus kam, sagte der: „Du, Herr, willst mir die Füße waschen, du mir?“ Jesus antwortete ihm: „Was ich tue, kannst Du jetzt noch nicht verstehen, aber später wirst du es begreifen.“

Nachdem Jesus ihnen die Füße gewaschen hatte, zog er sein Oberkleid wieder an und kehrte zu seinem Platz am Tisch zurück. „Begreift ihr, was ich eben für euch getan habe?“ fragte er sie. „Ihr nennt mich Lehrer und Herr, und doch habe ich euch eben die Füße gewaschen. Von jetzt an sollt ihr euch gegenseitig die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Freude ohne Ende ist euch gewiss, wenn ihr auch danach handelt!“
(Johannesevangelium 13,1-17 mit Auslassungen)

Fotos:

 
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