Fröhlich bewegt ging es auch am Nachmittag zu, als die Kinder wieder ihren eigenen Gründonnerstag-Gottesdienst feierten. Vor der Kapelle wurde das Geschehen dieser Tage durchgedacht – dann wurde gemeinsam eingestiegen in den Feierraum, wie auch den Feierablauf selbst.
In der Rosalienkapelle wurde die Fußwaschung durch eine „Händewaschung“ aktualisiert, danach das Paschamahl Jesu im gemeinsamen Tun wachgerufen.
Danach „ging Jesus hinaus – es war Nacht“. Auch unser Gottesdienst endete mit dem vereinsamten Hinausgehen in die Stille – offen für das Geschehen der nächsten Tage…
Grundidee des Abendgottesdienstes: ER gibt sich uns ganz dahin – unverdient und geschenkt!
Nach einem festlichen Eröffnungsteil wurde im Wortgottesdienst dem die Zeiten überbrückenden Wirken Gottes an uns nachgespürt. All dies hat Jesus im letzten Abendmahl in Einsetzung der Eucharistie und in der Fußwaschung zusammengefasst. Heute ist das gegenseitig Waschen der Füße nicht mehr aktuell. Aber: Wenn ich mich zum Essen setze: das Händewaschen; in manchen Ländern ist dies ein Liebesdienst der Gastgebenden. Dies wurde diesmal als Aktualisierung des damaligen Handelns Jesu versucht: Die Priester wuschen persönlich die Hände alle Mitfeiernden -> Jesus gibt sich ganz uns hin, zeigt uns seine zärtliche Nähe besonders dort, wo wir belastet, schmutzig oder verwundet sind. Als Zeichen der besonderen Würde wurden die Hände dann durch 6 Beauftragte liebevoll gesalbt – sinngemäß schloss sich direkt danach der Friedensgruß an: Gesalbt, um den Frieden handgreiflich Wirklichkeit werden zu lassen!
Und all dies, unser ganzes Leben wurde dann in Brot und Wein Gott entgegengehalten. Diesmal verwendeten wir nur ein einziges, großes Brot, das direkt zur Kommunion auf Einzelteile gebrochen wurde.
Nach dem Abendmahl ging Jesus in die Dunkelheit des Gartens, um zu beten. Dies nachvollziehend wurde nach dem Schlussgebet das Allerheiligste feierlich hinaus, d.h. konkret in die Rosalienkapelle getragen. Der Altar (DAS Symbol Jesu) wurde entblößt – ähnlich wie Jesus vor der Kreuzigung. Nach der Agape fand um 22.30 Uhr eine Ölbergstunde statt.