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Cilli-News – unsere aktuellen Termine für Kinder


Brief von unserer Partnerpfarre Mpendae in Zanzibar/Tanzania (29. 10. 2009) PDF Drucken

Liebe Martina und Freunde in Schwechat!

Viele Grüße aus Tanzania!

Ich danke euch vielmals für den sehr farbenfrohen Brief mit so vielen Details aus Schwechat. Wir haben ihn mit großem Interesse gelesen. Wir danken euch im Speziellen für die beigefügten schönen Fotos.

Euer Brief kam genau, als wir wieder einen Entwicklungsschritt durchgemacht haben, wie es manchmal so geschieht im Leben. Als menschliche Wesen und Christen, sind wir immer im Neuwerden und in Veränderung! Wir sind immer auf der Suche, nicht nach Gott (da er ja nicht versteckt ist) sondern um zu erkennen, wie wir noch stärker mit ihm verbunden sein können.
Kilemi glaubt, dass er sich stärker an Ihn binden könnte, indem er seinen Leuten durch seinen Eintritt in die Gemeinschaft der Passionisten dient. Deshalb ist er, wie er euch ja wahrscheinlich informiert hat, nach Dodoma gezogen, der zentralen Stadt von Tanzaia, das Leben der Passionisten besser kennenzulernen und auszuprobieren.
Chikira andererseits hat von einem höheren Studienabschluss geträumt. Aber zuerst muss er noch so eine Art Sabbatical in der großen Diözese von Milano, in eurem Nachbarstaat Italien, machen.  Deshalb haben beide Zanzibar mit Ende Juli bzw. Anfang August 2009 verlassen. In unseren Gebeten wir darum für sie, dass sie glücklicher werden in ihrem neuen Apostolat.
Und ich selbst wünsche mir meine Rückkehr nach Zanzibar, auch wenn die Leute hier nicht wollen, dass ich darüber spreche, weil sie an meiner Idee keinen Gefallen finden. Aber nur zwischen euch und mir – meine Rückkehr geht in Ordnung und wird entweder im Februar oder April 2010 sein.
Bis Sylvanus, kurz vor Weihnachten, aus Würzburg zurückkommt, bin ich immer noch allein in der Pfarre Ndanda. Ich hoffe, ich werde bis dahin nicht sterben. Aber nach seiner Rückkunft kann ich hoffentlich ein bisschen ausspannen und mich erholen.

Die Kinder / Schüler in den verschieden Schulen machen sich gut. Ich leite das von dem Englischen Sprichwort „Keine Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten“ ab.

In Ndanda ist das Apostolat so heiß wie das Wetter mit seinen 33 Grad. Es war heiß und trocken seit dem Beginn des Jahres. Viele Leute haben nichts zu essen. Krankheiten ernähren sich vom dem Hunger dieser Leute. Kinder, Frauen, die Älteren und Kranken sind die augenscheinlichsten Opfer. Die Benediktiner helfen mit etwas Geld um Mais zu kaufen aber sie können nie genug helfen.

Ich habe daher einen Plan für die Eröffnung eines CARITAS CENTERS in Ndanda ausgearbeitet, um die Betroffenen der ganzen Pfarrgemeinde und einige darüber hinaus zu versorgen. Ich erhielt etwas Hilfe um ein Gebäude zu renovieren welches schon heruntergekommen und aufgegeben war. Nun sieht es fast wie neu aus (siehe Fotos). Die Idee ist, die ortsansässigen Leute dazu zu motivieren, für die Armen, welche uns umgeben, zu bringen was immer sie entbehren können. All dies wird ins Center gebracht. Es beinhaltet Geld, Nahrung, Kleider etc. Ich habe eine Sammelstelle eingerichtet und das Center wurde am 18. Oktober, dem Missionssonntag, eröffnet.

Ich habe die Idee unter dem Aspekt verkauft, dass unsere Armen niemals total und ausschließlich von ausländischen Missionaren und Spenden abhängig sein sollen. Wir einheimischen Leute können und müssen alles tun wozu wir selbst fähig sind. Das „Geht und macht alle Nationen zu meinen Jüngern und tauft sie“ galt nicht nur für die Leute zu Zeiten Jesu, sondern auch für seine Nachfolger. Wir müssen daher seine Jünger werden wie die erste / frühe Kirchengemeinde in Jerusalem. Sie alle brachten was immer sie hatten und legten es den Apostel zu Füßen und jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte. Ich habe Abt Dionys gebeten das Zentrum zu segnen und offiziell zu eröffnen.

Das Highlight der Eröffnung des CARITAS CENTERS waren die Lieder der Kinder für einen missionarischen Geist für Jedermann. Wie ihr seht, tragen sie weiß und gelb, die Farben des Vatikans. Alle Pfarrgemeindemitglieder nahmen an der Eröffnung teil, da wir es so arrangiert hatten, dass diese zwischen der 1. und 2. Messe stattfindet, weil in dieser Zeit die meisten Leute auf dem Gelände anwesend sind.

Zu unserer Überraschung brachten so viele Leute so viel. Unsere Absicht ist es, damit jeden Sonntag bei der Gabenbereitung fortzusetzen. Die Leute sind eingeladen Mais, Brot, Gemüse, Öl, Zucker, Seife, Kleider und anderes zu bringen. Wir werden so eine Art kleinen CARITAS-Shop einrichten um dort Sachen wie religiöse Artikel, Papierwaren, Kassetten mit Chormusik, Softdrinks und kleine Snacks zu verkaufen und gleichzeitig auch die Spenden an die bedürftigen Armen zu verteilen.

Weiters sind wir damit beschäftigt über 200 Schüler für die Firmung am 22.November, dem Christkönigstag, vorzubereiten. Einige von ihnen werden auch  das Sakrament der Taufe erhalten.

Am 28. November findet eine gemeinsame Hochzeit für einige arme Leute statt, welche sich keine individuelle leisten können. Voraussichtlich 6 Ehepaare oder mehr.

Die Aktivitäten mit den Jugendlichen sind endlos. Letztes Monat haben wir ein Spital besucht um Geschenke für alle dortigen Kranken zu bringen. Mehr als 300 Schüler nahmen daran teil. Es war sehr berührend.

Außerdem haben wir versucht die Außenstation unserer Kirche (Mwena Kirche) fertig zu stellen und die Renovierung des dortigen Kindergartens durchzuführen. Ich fühle mich kaputi!

L
etztlich dachte ich mir, dass ich noch ein Zeichen hinterlassen sollte, bevor ich nach Zanzibar zurückkehre. Es ist einfach ein wunderschöner überdachter und daher schattenspendender Platz in der Nähe von unserem Pfarrbüro, welcher für die Wartenden dienen wird oder für eine Chorprobe, zu Relaxen, etc.

Ich höre nun besser auf, bevor ich von Träumen erzähle.

Grüße alle Freunde von mir und sage ihnen, dass das einzige was wir euch zurückgeben können unsere Gebete sind.

Gegenseitige Gebete?

Alles Liebe,
Damas

Fotos:
03_Abt_Dionys_bei_der_Einweihung_des_Caritas_Centers08_Leute_mit_Spenden23_Damas_mit_Zwillingen

 
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