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Cilli-News – unsere aktuellen Termine für Kinder


Besuch im „Schwechat-Haus“ PDF Drucken

... für ehem. Straßenkinder in Bukarest – Jänner 2008

Maria Fohringer berichtet: Diese Fotos entstanden bei meinem 9 tägigen Aufenthalt in unserem Haus in Bukarest. Gerade beim Mitleben im Haus ist mir etwas bewusst geworden, das ich fast schon vergessen habe: Wie schwierig die Arbeit mit diesen Kindern wirklich ist.

Das eine Mädchen ist das jüngste. Sie lebte mit ihrer Mutter auf der Strasse. Wie lange, weiß sie nicht. Kartons dienten als Sicht-Sonnen und Regenschutz. Als die Polizei sie entdeckte, wurde A. ins Kinderschutzzentrum gebracht. Von dort kam sie ins Kinderhaus. Von der Mutter fehlt seither jede Spur. Niemand weiß. ob sie überhaupt noch lebt…

Gerade an A. konnte ich erleben wie instabil ihr Gefühlsleben noch ist, und wie viel Liebe, Geduld und Konsequenz es brauchen wird, bis die seelische Wunden heilen können. Mir sind sehr oft die Worte eines Heilpädagogen in den Sinn gekommen, der immer die Meinung vertrat, es bräuchte die doppelte Zeit, dass ein Kind Heilung erfahren könnte. Konkret: Wurde ein Kind 2 Jahre missbraucht, muss man mit 4 Jahren (im besten Fall) für die Heilung rechnen. 3 Jahre Misshandlung ca. 6 Jahre Zeit zur Heilung.... Es braucht von Seiten der Erzieher einen langen Atem…

Einige Kinder konnten in den Ferien  zu Verwandten fahren, einige wurden von Familien von Mitschülern eingeladen, aber viele haben niemanden und mussten im Haus bleiben. Es war zwar eine Gruppe von 5 jugendlichen Italienern da, die mit den Kindern bastelten, spielten, Schneemann bauten...

Es ist wohltuend zu sehen mit welchem Engagement die Brüder des Maristen-Ordens, aber auch alle anderen Erzieher und Sozialarbeiter am Werk sind. An Kleinigkeiten merkt man, dass man an alle Bereiche denkt. So wird sorgsam darauf geachtet, dass die Kinder täglich genug Vitamine in Form von Obst und Gemüse bekommen. Mühsam müssen sie lernen, dass im Wäscheschrank Ordnung sein soll. dass ein Zimmer auch gereinigt werden muss und dass persönliche Körperpflege einfach dazugehört.

Jedes Kind hat seine eigene Geschichte. Spürbar war für mich auch, dass die Kinder erleben, dass sie hier anerkannt und geliebt werden – das gibt Hoffnung für die Kinder…

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