Bericht Frauenliturgie am 18. Jänner 2012 am Zirkelweg, Pfarre Schwechat
„Sei, die DU von Gott her werden kannst“
Es ist gar nicht so einfach, das wirklich Erlebte in Worte zu fassen.
„Man muss es selbst erlebt haben!!!“ Ich denk mir, wir alle (12 Frauen) haben uns „pudelwohl“ gefühlt, viel gelacht und die innere kindliche Freude wieder mal so richtig nach außen kehren und leben können; also etwas, was sonst viel zu kurz kommt auszuleben, das befreit. Dieses „Ungelebte in uns“ haben wir reflektiert. Ich denk mir, die ein und andere ist draufgekommen, was sie nun in ihrem Alltag doch öfter auch einbauen möchte: (für mich ist es das Gitarre spielen, Bewegung durch Tanzen, und das Tiroler Watten mit drei anderen Frauen (Kartenspiel)).
„Sei, die DU von Gott her werden kannst“, war das Thema; der Ablauf: Wir haben in der Kapelle nach Begrüßung und einem Lied mit der Einführung ins Thema begonnen: Eine altbabylonische Inschrift aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. belegt ein siebentägiges Fest: „Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seinen Herren Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleichgestellt“. Rollentauschen, Macht und Ohnmacht aufheben, jemand ganz anderes sein, nicht auf den ersten Blick erkannt werden – zu allen Zeiten und in allen Kulturen ging und geht davon bis heute ein Reiz aus. Wir haben so viel in uns, was „ungelebt“ bleibt, denn wir leben nur einen kleinen Teil von uns aus, der Rest bleibt ruhend.
Unterstützend war für uns die Bibelstelle (Matthäus) mit dem Gleichnis von den anvertrauten Talenten.
Nach persönlicher Reflexion ging es in den großen Saal und jede wählte aus unterschiedlichen Utensilien (Kleidung, Tücher, Schals, Instrumente, Bälle, Hüte…) das ihre aus.
Das für mich sehr Wesentliches hat sich anschließend ereignet: Wir haben uns wieder im Sesselkreis um die gestaltete Mitte getroffen und nun waren laut Plan die persönlich formulierten Fürbitten dran, aber das ging nicht, es passte einfach nicht. Eine Teilnehmerin meinte, sie kann jetzt kein Gebet mit Worten formulieren, sie muss Gott vorspielen und ihm und der Gruppe darstellen, was in ihr ist.
Und das ging dann im Kreis und hat einfach wie ein „Wunder der Befreiung“ gewirkt.
Nach dem Abschlusslied „Du Gott stützt mich, du Gott stärkst mich, du Gott machst mir Mut!!!!“ und einem Segensgebet ging es mit der liebevoll gestalteten Agape weiter.