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Aufnahme von 4 Schwechater Erwachsenen unter die Taufkandidaten durch Kardinal Schönborn PDF Drucken

Stephansdom am Do, 18. 2. 2010

Mit etwa 70 anderen Erwachsenen aus unterschiedlichen Pfarren der Erzdiözese Wien waren auch 4 Menschen der Pfarre Schwechat am Do, 18. 2. 2010 im Stephansdom, um vom Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, auch offiziell unter die Taufkandidaten aufgenommen zu werden.

Chung & Thuy (diese begleitet von ihrer beiden Tochter Mai), Da lila und Felix (letzterer begleitet von seiner ganzen Firmgruppe) bereiten sich als Erwachsene nun schon seit mehreren Monaten auf die Taufe vor – immer wieder gab es (und wird es noch geben) Stationen, wo in einfachen Ritualen des Katechumenats auch im Rahmen der pfarrlichen Hauptgottesdienste Schritte gesetzt wurden/werden: Vorstellung, Annahme-Segnung, Überreichung der Bibel – dies gestern im Aschermittwochgottesdienst, Segnung mit Katechumenenöl. Die Taufe wird zu Ostern (Osternacht bzw. Ostersonntag abends) gefeiert.

Am Donnerstag nach dem Aschermittwoch kamen alle im Stephansdom zusammen. Einzeln wurden die Kandidat/inn/en mit kurzem Lebenslauf & Glaubensgeschichte dem Bischof und der „Diözesanen Öffentlichkeit“ vorgestellt. Nachdem sie einzeln vom Bischof gesegnet waren und  ganz offiziell unter die Taufkandidat/inn/en aufgenommen, wurde den Pfarrern der Auftrag zur Taufe gegeben. Die Firmgruppe „Die 013. Farbe“ – im Rahmen derer sich Felix auf die Firmung vorbereitet – war mit dabei: Ein schönes Zeichen seiner Einbindung in das Leben der Pfarrgemeinde. Damit ist der „Endspurt“ der Taufvorbereitung eröffnet.

„Auf diese Weise konnten alle 4 – und damit auch noch die begleitende Firmgruppe – einen Hauch des größeren Miteinanders von Kirche erleben“, erzählt Pfarrer Gerald Gump im Anschluss an die Feier. „Es ist wichtig zu spüren, dass die Kirche nicht an den Grenzen Schwechats aufhört – der katholische Horizont ist welt- & zeitumspannend. Und: Es war wirklich erlebbar, dass unsere Leute mit ihrem Schritt nicht allein sind, wenn gleich 70 andere Menschen den gleichen Weg gehen!“

Am Palmsonntag wird im pfarrlichen Festgottesdienst (10 Uhr) die letzte Stufe (Salbung mit Katechumenenöl) gefeiert – dann ist der Weg zur Taufe offen!

In der Erzdiözese Wien steigt die Anzahl erwachsener Taufbewerber/innen von Jahr zu Jahr an. Friederike Dostal, die Referentin für den Erwachsenenkatechumenat in der Erzdiözese Wien,  erzählt: „In Zukunft wird das immer mehr zur Alltagspraxis der Kirche zählen; es gibt viele suchende Menschen, die bei der katholischen Kirche die Antwort auf ihre Fragen nach woher, wohin und wozu des Lebens entdecken“. Von den vielen Kandidat/inn/en und Kandidaten kommen rund 25 Prozent aus einem islamischen kulturellen Umfeld, auch wenn sie keine strenggläubigen Muslime waren. Zehn der Taufbewerber wurden in Korea geboren, viele kommen auch aus den ostmitteleuropäischen und osteuropäischen Reformstaaten beziehungsweise aus Afrika. Wie Friederike Dostal betont, sind unter den Taufbewerbern sowohl Menschen, die eine spontane „Bekehrung“  erlebten, als auch Personen, die nach langem Suchen in einer graduellen Entwicklung zum christlichen Glauben gefunden haben. Nicht wenige sind durch einen gläubigen katholischen Ehepartner auf die Spur gesetzt worden.

Fotos: Martina Stadlbauer
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