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Cilli-News – unsere aktuellen Termine für Kinder


Aschermittwoch 2010 PDF Drucken

Mit 2 gut besuchten Gottesdiensten wurde die heurige „Österliche Bußzeit“ (Fastenzeit) eröffnet: Am Nachmittag begannen die Kinder um 16.30 Uhr und der Hauptgottesdienst um 19 Uhr war dann der Höhepunkt.
  
Im Kindergottesdienst wurde der Fasching weggeräumt und verbrannt, die kommende Zeit als eine große Chance eines Neubeginns mit Gott zur Sprache gebracht. Und natürlich wurde das pfarrliche Fastenthema angegangen: Gott schenkt reichhaltig Leben in Fülle! Anknüpfend an das Fastentuch wurde gemeinsam nachgedacht, wo wir für das reichhaltige Schenken & Geben Gottes offen sind oder noch werden können. Ähnlich wie die Erwachsenen am Abend waren dazu auch die Kinder eingeladen, sich der Aktion „40 Tage – keine Frage“ ganz persönlich anzuschließen: Alle Kinder durften einen „Fastenvorsatz“ auf einen Zettel schreiben und ins gemeinsame große Glas werfen. Als „Startzeichen“ wurde dann jedem einzeln das Aschenkreuz erteilt. Mit dem gemeinsam getanzten „Brückenlied“ fand der Gottesdienst sein Ende – einem in der Kirche vor dem Altar befindlichen „Fastenweg – unser Weg auf Ostern zu“ nachempfunden wurden kleine Fastenwege für jedes Kind verteilt, wo bei jedem Gottesdienst ein Pickerl den Weg ein Stück weiter bunt macht – die Hinterseite ist ein Spiel für zu Hause.

Im Hauptgottesdienst um 19 Uhr wurde ausgehend vom reichhaltig Schenkenden Gott der Bibel über unser eigenes offen-Sein, bzw. übersättigtes Verschlossen-Sein nachgedacht. Am Beispiel seines eigenen Handys vorgeführt wies Pfarrer Gerald auf die vielfältigen Faktoren hin, die uns Menschen kräftig gängeln: „Oft leben wir nicht mehr, sondern werden gelebt! Und durch all die vielfältigen Einflüsse, Erwartungen und Vorgaben sind wir immer mehr verschlossen – so wie die Person links am großen Fastentuch zeigt! Fastenzeit, die Zeit, bewusst auf etwas zu verzichten, um zu vertieftem Leben zu kommen!“ – all dies anknüpfend am 10. Schwechater Fastentuch. So wurde auch die Aktion „40 Tage – keine Frage“ vorgestellt: in der Pfarre wird 40 Tage kein Alkohol ausgeschenkt – und es besteht die Einladung, sich auch für den persönlichen dieser Aktion anzuschließen: mit Alkohol-Abstinenz oder aber auch mit einem frei zu wählendem anderen Aspekt. Wie die Kinder waren auch die Großen eingeladen, das schriftlich zu deklarieren und ins große, gemeinsame Glas zu geben, welches dann zu Ostern geleert und die Zettel im Osterfeuer verbrannt werden.

Dies wurde beim Aschenkreuz spürbar: Jeder erhielt nach der Erteilung der Asche („Als Mensch bist Du sterblich. Aber Durch Jesu Kreuz ist Dir Auferstehung und Leben in Fülle eröffnet!“) ein Säckchen mit Samenkörnern (am Palmsonntag folgt die Erde, am Karfreitag sind alle eingeladen, beim der Kreuzverehrung einige Körner vor dem Kreuz in die Erde zu senken) mit Impulskarte persönlich überreicht.

Und: Ein weiterer Schritt für die 4 erwachsenen Taufkandidaten stand an: Persönlich wurde ihnen von Pfarrer Gerald eine Bibel überreicht. Die viele Monate dauernde Vorbereitung kommt damit in die Endphase – die Tauffeier ist zu Ostern!

Im Anschluss daran startete das diesjährige Glaubensseminar („Wir können nicht schweigen: Seine Samenkörner gehen auf – LEBEN breitet sich aus“), diesmal mit etwa 80 Personen, seinen Weg hin auf Ostern. Dort wurde auch mit dem Bild der von Gott geschenkten Lebens-Samen weiter gedacht – ein Korb mit den Namen der Teilnehmenden bildet den Mittelpunkt.

Fotos: Andrea Foreith – vom Kindergottesdienst
          Martina Stadlbauer  – allgemeiner Pfarrgottesdienst
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Mit den Samenkörnern übergebene Impulskarte:

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„Wir können nicht schweigen…“
Seine Samenkörner gehen auf – LEBEN breitet sich aus“
„Wir können nicht schweigen über das, was wir gehört und gesehen haben!“ – so bekennen Petrus und Johannes offenen Herzens, als die Religions-mächtigen ihnen befehlen, über das Wirken des Auferstandenen zu schweigen. (Apg 4,20)
Unser Fastentuch stellt das reichhaltige Aussäen Gottes vor Augen: Dieser Gott geizt nicht, sondern schenkt mit voller Hand. Wo die Samen seiner Liebe in offene Herzen fallen, da beginnen Menschen aufzuatmen, sich aufzurichten und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen – da beginnt Aufer-STEH-ung! Solche Menschen erwachen zum Leben, setzten es um – „predigen“ durch ihr Leben von Gott, sie „können gar nicht mehr davon schweigen!“


Die Person rechts im Bild bringt es zum Ausdruck: Offenen & dankbaren Herzens blickt sie auf und hält die Schale ihres Lebens dem Geber entgegen – auch in ihrem Umfeld blüht das Leben auf. Dagegen lässt der Mensch links alles an sich abgleiten: abgestumpft sperrt er sich gegen das, was ihm geschenkt wird – von vielem ist er übersättigt. Hart, vom Leben enttäuscht oder durch den Alltag überfordert ist er mit sich selbst beschäftigt, innerlich erstarrt wird er nur mehr gelebt.

Die Österliche Bußzeit („Fastenzeit“) lädt ein der Frage nachzugehen, wo wir selbst uns dem von Gott geschenkten Leben verschließen, abgestumpft und satt sind. Sie ist die Chance, SEIN Leben neu in uns aufkeimen zu lassen. Denn: Gottes Schenken und Wirken ist wirkungsvoller als die menschliche Abgestumpftheit. Wenn auch manchmal auf Umwegen: Seine Samenkörner des Lebens gehen auf, Leben breitet sich aus!


Seite 2:

Nicht schweigen können… - SEIN Samen geht auf!

Gott schenkt in reichem Maße – Samenkörner sind ein altes Symbol für von ihm geschenktes Leben, das reichhaltig gegeben schon potentiell alles in sich trägt. Seine Saat geht auf!

Die Österliche Bußzeit („Fastenzeit“) lässt uns nachspüren, wo wir offenen Herzens ihn wirken, oder satt und abgestumpft ihn abprallen lassen:
…wenn der Alltag uns so intensiv beschäftigt, dass wir nichts mehr wirklich an uns heran lassen…
     … wenn tagtäglich derart viel auf uns einströmt, dass nichts mehr innerlich wachsen kann…
          … wenn wir mit Arbeit, Beschäftigung, Lärm und Informationen derart „überfüllt“ sind,
             dass die leisen Töne des Lebens gar nicht mehr durchdringen
               … wo manches Spaß und schnelle Befriedigung schenkt,
                  aber letztlich innerlich leer macht…
                    … wo es in unserem Leben, wie auch in unserer Welt so einiges gibt,
                       worüber wir nicht schweigen dürfen,
                       sondern es in die Welt hinaus schreien müssen…

… die Chance, wieder neu achtsam und dankbar zu werden – im Blick auf einen Gott, der „Leben in Fülle“ (Jh 10,10) schenkt, dessen Lebens-Same in unserem Herzen aufgehen will und letztlich wird!

Zum Abschluss der Fastenzeit bring’ einige Deiner Samenkörner zur Karfreitagsliturgie (Fr, 2. April, 19 Uhr) mit: Lege sie vor dem Kreuz in die Erde und lass dadurch das durch diese Zeit Erkannte und Abzulegende Frucht bringen… „Denn wenn das Samenkorn stirbt, bringt es reiche Frucht!“ (Jh 12,24)

 
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