|
Schwechater Christen aus 8 christlichen Kirchengemeinschaften gingen gemeinsam durch Schwechat
Zum 10. Mal fand heuer der große, ökumenisch getragene „Schwechater Stadtkreuzweg“ wie immer am Freitag vor dem Palmsonntag (diesmal Fr, 26. 3. 2010) statt. 8 christliche Gemeinden waren mit dabei: Die Altkatholische Kirche Wien-Ost, die Äthiopisch-Orthodoxe Tawahedo-Kirche (sie feiern jeden Sonntag in der Kleinschwechater Kirche Gottesdienst), die Evangelische Pfarrgemeinde Schwechat, sowie die Römisch-Katholischen Pfarren Kaiserebersdorf, Mannswörth, Rannersdorf, Schwechat (letztere 3 liegen im Schwechater Stadtgebiet) und Zwölfaxing. Der Start bei der Evangelischen Stadtpfarrkirche war mit 17.30 Uhr bewusst früh angesetzt, so wurde der Schweigemarsch mit 7 Gebetsstationen von vielen Schwechater/inne/n wahrgenommen. Einer der ersten warmen Tage dieses Jahres trug dazu bei, dass diese Aktion erstaunlich gut besucht war.
„So knapp vor dem größten Fest der Christenheit ist es ein wichtiges Zeichen, das auch jene Schwechater/innen darauf aufmerksam macht, die keinerlei Bezug zu ihrer Kirche haben!“ meint der röm.-kath. Pfarrer von Schwechat, Gerald Gump. „Und es ist schön, dass der Kreuzweg schon zum 10. Mal und so ökumenisch breit mitgetragen wird – alle Schwechater Pfarr- und Kirchengemeinden sind mit dabei, heuer schon zum 2. Mal auch zusätzlich die Altkatholische Kirchengemeinde Wien-Ost! Und wir konnten gemeinsam zeigen: Es ist eine Botschaft, die nicht für die Sakristei bestimmt, sondern dass die Sprengkraft des Evangeliums eine Botschaft für die Welt heute ist!“
Eingeleitet wurde der Kreuzweg nach einer Begrüßung durch den Evangelischen Pfarrer Carsten Marx durch ein aktuelles Statement von Pfarrer Gump, der als Vertreter der röm.-kath. Kirche die anderen christlichen Kirchen um Verzeihung für all das bat, wo diese jetzt aufgrund der Turbulenzen & Verbrechen („Sex. Missbrauch“) innerhalb der Kath. Kirche ebenso in Misskredit geraten sind. „Wir wollen heute besonders auch für die Opfer aus diesen Missbrauchs-Situationen beten – aber auch, dass dahinterstehende, kirchliche Ursachen erkannt und verändert werden!“
Die sich anschließenden Stationen wurden von den verschiedenen Gemeinden gestaltet. Der Leidensweg Jesu ist auch heute in den Leidenswegen unzähliger Menschen präsent und in ihrem Leid geht Jesus mit ihnen – so der zentrale Gedanke des Schweigemarsches mit Gebetsstationen. Ausgehend von der Evang. Pfarrkirche wurden am Weg verschiedenste Leid-Situationen benannt, die alle im Großbereich des heurigen Themas standen: Der Weg Jesu mit uns – unser Weg mit IHM (so das heurige Motto). Schnell wurde deutlich, dass es Situationen sind, die uns direkt betreffen. In und aus all dem wurde in christlicher Verbundenheit zu Gott gerufen und neue Handlungsperspektiven angeregt.
Der Kreuzweg schloss mit einem Gebet in der Pfarrkirche am Hauptplatz, wo noch die Möglichkeit gab, in 6 verschiedenen Petitionen für heute verfolgte Christen einzutreten – die Christen sind dzt. die größte aus religiösen Gründen verfolgte Gruppe unserer Welt. All dies mündete in eine Agape. Das Thema wird in der Feier von Leben, Tod und Auferstehung (Ostern) nun in den einzelnen Kirchen weitergeführt.
Fotos: Martina Stadlbauer
_-_klein.jpg) _-_klein.jpg)
|