Vorläufiges Endergebnis der Sternsinger: mit € 19.500,- Rekordergebnis
Rekord-Ergebnis beim Sternsingen 2012 der Pfarre Schwechat Tausende Menschen an 8 Tagen besucht,
€ 19.500,- für 500 Projekte der Entwicklungshilfe „ersungen“;
Mit Ausnahme Tsunami-Jahr 2005:
Rekordergebnis der fast 60jährigen Geschichte der Sternsingeraktion!
Fast 140 verschiedene Mitwirkende, darunter viele Jugendliche;
Steigerung sämtlicher Einnahmen um 10%!
Schwechat, 12. 1. 2012: Am Mo, 9. 1. ging der aktive Teil der Sternsingeraktion in der Pfarre Schwechat nach insgesamt 8 „Einsatztagen“ mit einem „Firmentag“ zu Ende: Die Ergebnisse haben sämtliche bisherigen Spendenrekorde übertroffen!
„Die Republik Österreich hat im letzten Budget wieder Mittel für die eh schon schändlich geringe Entwicklungshilfe seitens des Bundes gestrichen“, erzählt Pfarrer Gerald Gump. „Zur gleichen Zeit bemühen sich zigtausende Kinder, in ihren Ferien für mehr Gerechtigkeit in der Welt mobil zu machen – und diese auch durch Millionen ersammelter Euro anfangen zu lassen!“ Trotz Wirtschaftskrisen, Euro-Ängste und auch tiefer Kirchen-Krisen bzw. dem oft beschworenen „Rückgang“ bei sich Engagierenden: Es konnten mit fast 140 Mitwirkenden ein neues Rekordergebnis erzielt werden!
Mit Stand Do, 12. 1. 2012, 18 Uhr sind € 19.143,78- an Spenden eingegangen. „Wir liegen bei mehr als 10% über dem letztjährigen Rekordergebnis, wo wir – abgesehen vom ‚Tsunami-Jahr‘ 2005 – das beste Finanz-Ergebnis unserer fast 60jährigen Sternsingergeschichte erzielten.“ erzählt Sternsinger-Chefin Margit Bauer! Natürlich tragen wie immer Materialkosten & Organisationsaufwand die Pfarre Schwechat, sowie die diözesane Kath. Jungschar; somit kann dieses Geld zu 100% aus der Pfarre in die Projektarbeit weitergeleitet werden – von der Pfarre Schwechat auf € 19.500,- aufgerundet.
Insgesamt war es wieder ein Großunternehmen: „139 mitwirkende Personen waren aktiv“ – so die ersten Meldungen. 80 Personen (Kinder, wie auch Hintergrund-Arbeitende für begleiten, schminken, kochen, organisieren, fotografieren, Gewänder in Schuss halten…) waren in der Stadt aktiv (26 Gruppen-Einsätze an 7 Halbtagen), 7 bei der Nacht-Lokal-Tour und 52 in 8 Halbtagsschichten am Flughafen. Bei der Lokaltour wurde mit über € 1.000,- überhaupt das höchste, je erzielte Ergebnis „eingefahren“; 7% mehr als 2011. In der Stadt war eine Steigerung von über 12,7% zum Vorjahr zu verzeichnen.
„Der Einsatz der so vielen Beteiligten war wieder einmal großartig“, erzählt Pfarrer Gerald Gump. „Zuerst einmal, dass an tausende Menschen die frohe Botschaft, dass Gott zur Welt gekommen ist, persönlich und höchst charmant überbracht wurde: Von Menschen allein zu Hause über Häftlinge im Gefängnis, Arbeitende in den Geschäften, Firmen und Haushalten, in Seniorenzentrum oder Flüchtlingen im Sozialzentrum Zirkelweg unserer Pfarre, bis zu fast allen Gaststätten und öffentlichen Dienststellen. Überall wurde der Segen an die Türen notiert“: 20 – C + M+ + B – 12 = Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus im Jahr 2012 im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes – Amen! „Während andere in den Ferien die Ruhe genießen, sind unsere Kinder, Jugendlichen & Großen unzählige Stunden mühsame Wege gegangen – toll, wie intensiv sie sich dafür einsetzen und wie viel damit an Gutem in Bewegung kommt! Besonders gefreut hat mich die in diesem Jahr besonders gute Stimmung unter den Agierenden – und das hat wohl auch ausgestrahlt; schließlich haben wir als Christen ja DIE frohe Botschaft schlechthin zu verkünden!“
„Heuer war ein ausgesprochen großartiger Schwung unter den Engagierten zu spüren!“, erzählt Margit Bauer, die für die „Stadt-Aktion“ nicht nur die Hauptverantwortung trägt, sondern auch einen großen Teil der Organisatoria besorgte. „Heuer waren schon Erstkommunionskinder mit dabei – und das oft mehrere Tage. Es ist mein schönster Dank, wenn ich erlebe, mit welch großer Begeisterung die Kinder unterwegs sind. Was da alles in Bewegung kommt…!“
Das Schwechater Sternsingen läuft traditionell in 3 Linien ab:
*) Stadt-Sternsingen: Wie in über 3.000 Österreichischen Pfarren gehen Kindergruppen von Haus zu Haus, um die Frohe Botschaft von Weihnachten direkt zu den Menschen zu tragen. Hier waren diesmal 80 verschiedene Personen (48 Kinder & 32 Personen im „Hintergrund“ für Schminken, Begleiten, Köchinnen, Hauptverantwortliche) beteiligt. Trotz Urlaub und „Ferienruhe“ haben die Kinder wieder in 26 Gruppen-Einsätzen an 7 Halbtagen von 2. bis 9. Jänner 2012 Großartiges geleistet. Täglich begann das Sternsingen mit einer Segensfeier bei der Krippe in der Schwechater Pfarrkirche und fand seinen Höhepunkt in der Sternsingermesse beim „Dreikönigsfest“ am 6. 1. um 10 Uhr; der Abschluss war der „Firmentag“ am 9. 1., wo 2 Gruppen noch verschiedene Schwechater Großfirmen besuchten. Die „Ertragssteigerung“ zu 2011 betrug fast 13%!
*) Lokal-Tour: 6 (erwachsene) „König/inn/en“ waren in der Nacht zum 6. 1. ab 18 Uhr weit über Mitternacht hinaus quer durch Schwechats Gastronomie „on tour“, sowie bei den öffentlich-amtierenden Dienststellen (Feuerwehr, Gefängnis etc.) zu Gast – insgesamt 30 Besuche mit einer Ertragssteigerung von über 7% gegenüber 2011, das höchste, je „ersungene“ Ergebnis seit Bestehen der Lokal-Tour.
*) Flughafen: 52 (jugendliche bzw. erwachsene) Sternsinger/innen waren in 8 Halbtagsschichten unterwegs: Quer durch alle öffentlichen Hallen sind jeweils 3-5 „Runden“ angesagt. Diese Aktion fand ihren Höhepunkt im 19-Uhr-Festgottesdienst am 6. Jänner! Ein Besuch im Bürobereich, sowie bei der Austrian-Fluglinie und der Schwechater Brauerei wurde am 9. 1. durch die Kinder des Stadt-Sternsingens durchgeführt.
Das vorläufige Endergebnis (Stand 12. 1. 2012, 18 Uhr) im Detail:
Stadt: € 11.029,26- (112,92% von 2011)
Nachttour:€ 1.036,47- (107,04% von 2011) Flughafen:€ 7.078,05- (106,29% von 2011) Summe: € 19.143,78- (110,02% von 2011)
Die Pfarre Schwechat hat € 19.500,- für Projekte im Süden überwiesen!
Unberücksichtigt bleiben sämtliche Spenden, die via jene Bank-Zahlscheine erfolgen, die hinterlassen werden, wenn niemand zu Hause anzutreffen ist: Diese Spenden werden direkt über die diözesane Verrechnung in die Projekte investiert.
Ein ganz herzliches Danke geht an alle Mitwirkenden, Spender/inne/n und sonst Engagierten, insbesonders die Organisator/inn/en Florian Heumayer (Flughafen) und Margit Bauer & Sonja Hörweg (Stadt)!
Die „Sternsingeraktion“ der „Katholischen Jungschar Österreichs“ (größte Kinderorganisation Österreichs) agiert seit über 50 Jahren und ist mittlerweile die größte, entwicklungspolitische Sammelaktion Österreichs für Menschen im Süden geworden. Laufend werden über 500 Projekte der Entwicklungshilfe nachhaltig finanziert – ca. 1 Million Menschen profitiert davon. Über 3.000 Österreichische Pfarren sind beteiligt – etwa 85.000 Sternsinger/innen gehen von 30.000 Begleitpersonen begleitet durch das Land: Österreich kommt in Bewegung!
„Ich habe mich selbst von der professionellen und zukunftsträchtigen Arbeit dieser Projekte überzeugen können!“, erzählt Dechant Gerald Gump, der bis zum Mai 2006 selbst 6 Jahre Jungscharseelsorger der Katholischen Jungschar der Erzdiözese Wien war. „2002 habe ich mit der Südamerika-Projektleiterin der Dreikönigsaktion an die 30 Projekte in Brasilien besucht: Hier wird wirklich in höchst kompetenter Art nachhaltig gearbeitet und es zeigt sich: Eine neue Welt ist wirklich möglich – ja, sie hat schon begonnen!“
Gemeinsam haben die Sternsingerinnen und Sternsinger auf ihrer "Wir setzen Zeichen"-Tour geschätzte zehn Mal den Erdball umrundet. Etwa 1,7 Millionen Stunden werden von den Kindern für die gute Sache aufgewendet. Dazu kommen noch 600.000 Stunden der 30.000 Jugendlichen und Erwachsenen, die Caspar, Melchior und Balthasar tatkräftig unterstützen. Die Dreikönigsaktion sprach von einem "wahrhaft fulminanten Start ins Europäische Jahr des Ehrenamtes".
In vielen Ländern der Welt hat die „Dreikönigsaktion“ einheimische Projektpartner/innen, die kompetent arbeiten und für die widmungsgemäße Verwendung der Spenden sorgen – selbstverständlich trägt die DKA daher auch das österreichische „Spendegütesiegel“.
Der Jungschar-Vorsitzende Österreichs, Martin Krenn, nutzte den Abschluss der Aktion dazu, noch einmal Österreichs Politiker in die Pflicht zu nehmen. Die geplante Schuldenbremse dürfe nicht zu einer "Solidaritätsbremse" werden, mahnte Krenn mit Blick auf Österreichs Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit. "Sparpakete dürfen nicht auf Kosten der Ärmsten der Welt geschnürt werden. Das Engagement der Sternsinger sei der Bundesregierung eine Nachhilfestunde in Sachen globale Verantwortung", so Krenn: "Bildung, Sicherung von Lebensgrundlagen, Stärkung der Menschenrechte und die Förderung von Kindern und Jugendlichen sind die Grundvoraussetzungen, um den Teufelskreis von Armut und Ausbeutung auf Dauer durchbrechen zu können. Wer heute hier spart, fördert die Armut von Morgen."
Die Eröffnung des Sternsinger-Gottesdienstes durch unsere Könige: Kyrie: (Sternträger mit Stern, Balthasar mit Kassa!) Kaspar: Hallo, ich bin der Kaspar. Das ist Melchior und das ist Balthasar.
Wir sind die Heiligen Drei Könige. Und einen Sternträger haben wir auch mit!
Melchior: Wir sind durch 4 Tage jetzt quer durch Schwechat gegangen –
und haben vielen hundert Menschen die Frohe Botschaft gebracht,
dass Gott zur Welt gekommen ist – das ist ganz wichtig!
Balthasar: Ja – und wir haben viel Geld gesammelt: Damit wird 1 Million
Menschen geholfen, die es nicht so gut haben, wie wir – und dafür haben wir
jetzt schon einige Tausend Euro beisammen! (mit der Kassa scheppern!)
Sternträger: Ja – genau das haben wir die letzten Tage gemacht!
Weihnachten & Ferien waren für uns keine Zeit der Ruhe,
sondern es war eine Zeit, wo wir ganz heftig in Bewegung gekommen sind.
Weihnachten ist nämlich gar kein so gemütliches Fest,
sondern da kommt viel in Bewegung!
Aber: In dieser Zeit haben wir auch einiges gesehen:
Ihr könnt Euch das gar nicht vorstellen!
Kaspar: Ja, wir waren bei vielen fröhlichen Menschen – da gab es Christbäume und
Fröhlichkeit, gute eingerichtete Wohnungen und viele Süßigkeiten – auch für uns!
Melchior: Wir haben aber auch anderes gesehen! Wir waren auch in sehr armen Häusern:
Dort war es kalt, die Einrichtung war schon recht kaputt – und gestunken hat es auch,
so wie wenn alles schimmlig ist – und das mitten in Schwechat!
Balthasar: Wir haben aber auch Menschen erlebt, die zwar äußerlich recht gut beisammen waren,
aber es war zu spüren, dass sie innerlich sehr traurig waren:
Weil es in der Familie Streit gibt, weil sie keine Arbeit habe oder weil sie ganz alleine sind.
Bei einigen waren wir der 1. Weihnachtsbesuch!
Manche haben uns auch die Türe gar nicht geöffnet oder sie gleich wieder zugeschlagen!
Sternträger: Gott, wir bringen jetzt alle diese Menschen vor Dich!
(Pause!!!)
Herr, erbarme Dich unser!
Kaspar: Wir wollen unsere Welt verändern!
Deshalb haben wir diese Menschen mit unseren Liedern und unserem Besuch aufgemuntert!
Melchior: Da gibt es aber Menschen, die noch viel ärmer sind als die Ärmsten bei uns.
Mit dem gesammelten Geld können wir ihnen helfen:
Frauen in Indien, die keinen fairen Lohn bekommen!
Kindern in Brasilien, die jeden Tag viele Stunden in die Arbeit müssen –
und kaum Geld dafür bekommen.
Menschen in Äthiopien, die nie schreiben gelernt haben!
Ureinwohner in Südamerika, deren Lebenswelt zerstört wird.
Familien auf den Philippinen, die unterdrückt werden – weil sie nicht wissen,
welche Rechte ihnen zustehen.
Männer im Senegal, die um Billiglöhne Rohstoffe abbauen,
damit wir in unseren Ländern billiges Material haben.
Das ist urgemein!!!
Und wir lassen uns diese Ungerechtigkeit nicht gefallen!
Wir protestieren dagegen!
Balthasar: Mit dem von uns gesammelten Geld wir diesen Menschen geholfen!
Sternträger: Gott, wir bringen all diese Menschen und dieses Unrecht vor Dich!
Hilf uns, dass unsere Welt heilt!
(Pause!)
Christus, erbarme dich unser!
Kaspar: Aber: Wir müssen auch sonst darauf achten, dass das so nicht weitergeht.
Wir dürfen nicht weiter auf Kosten anderer Menschen leben!
(Pause!)
Melchior: Wir sind ja selbst oft so taub, wie wir’s in diesen Tagen bei anderen erlebt haben:
Wir überhören, wenn andere uns brauchen. Wir leben auch auf Kosten von anderen:
Wir zerstören die Umwelt, kaufen extrem billig ein oder missachten die Rechte anderer.
Balthasar: Wir sind ja auch oft nicht besser!
(Pause!)
Sternträger: Gott vergib und uns gib uns Kraft zu Neuanfang!
Herr, erbarme Dich unser!